Lehre in Wien: Alexander Steinlechner bildet Lehrlinge zu Orthopädieschuhmachern aus

September 19, 2025 20:22
Lehre in Wien: Alexander Steinlechner bildet Lehrlinge zu Orthopädieschuhmachern aus

Der Orthopädieschuhmacher „Steinlechner“ bildet Lehrlinge im 14. und 15. Bezirk aus. Darüber berichtet Welt Stimme.

WIEN/RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS/HIETZING. Der Orthopädieschuhmachermeister Alexander Steinlechner hat aktuell sieben Lehrlinge in seiner Werkstatt in der Sankt-Veit-Gasse 76. Vier dieser Lehrlinge haben erst kürzlich ihre Ausbildung begonnen. In der Probezeit zeigt sich schnell, ob der Beruf der richtige für sie ist. „Wer bleibt, hat sehr gute Chancen“, sagt Steinlechner.

Maßarbeit für die Zukunft

Der Beruf des Orthopädieschuhmachers erfordert eine Kombination aus traditionellem Handwerk, Präzision und medizinischem Wissen. Neben der Herstellung von Einlagen wird in Steinlechner’s Werkstatt auch die Anfertigung kompletter orthopädischer Schuhe gelehrt. Auch Oberteilherrichter, die für das Schuhoberteil zuständig sind, finden in dieser Werkstatt eine fundierte Ausbildung.

„Das ist eine sehr feine Arbeit, man braucht Fingerfertigkeit und Geduld“, erläutert Steinlechner. Die Ausbildung erfolgt praxisnah; zu Beginn unterstützen die Lehrlinge beim Zuschneiden oder der Herstellung von Einlagen, bevor sie schrittweise immer komplexere Aufgaben übernehmen, bis sie am Ende in der Lage sind, ein komplettes Paar orthopädische Schuhe selbst herzustellen.

Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften im Bereich Orthopädieschuhmacher ist weiterhin hoch. „Es gibt keinen Orthopädieschuhmacher, der Arbeit sucht – jeder wird gebraucht“, betont der Meister. Die Lehrlingsentschädigung ist ebenfalls attraktiv: Im ersten Jahr verdienen die Lehrlinge 900 Euro, im zweiten Jahr 1.040 Euro und im dritten Jahr 1.380 Euro. „Wir wollen jungen Menschen zeigen, dass dieser Beruf viele Möglichkeiten bietet, von der Selbstständigkeit bis zur Spezialisierung“, so Steinlechner. Interessierte können jederzeit eine Schnupperwoche absolvieren, um die Werkstatt und das Team kennenzulernen.

„Das ist die beste Gelegenheit, um herauszufinden, ob man fürs Handwerk gemacht ist“, betont Steinlechner. Trotz einer hohen Arbeitsauslastung bleibt das Team offen für neue Lehrlinge. „Einen Platz hätten wir noch“, fügt er hinzu. Seine Botschaft an junge Menschen ist klar: „Wer handwerkliches Geschick mitbringt, im Team arbeiten kann und Freude an Präzision hat, der findet bei uns nicht nur einen Ausbildungsplatz, sondern eine sichere berufliche Zukunft.“

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