Die 17-jährige Eva Kirschner absolviert eine Lehre zur Elektrotechnikerin bei Stromberg in Schwanenstadt.
SCHWANENSTADT. “Elektrotechnik ist mehr als bloß Verteilerkästen bauen”, sagt Eva Kirschner. Die Auszubildende befindet sich im dritten Lehrjahr und äußert, dass der Wunsch, eine Lehre zu beginnen, für sie früh feststand. “Ich wollte mein eigenes Geld verdienen und Erfahrungen sammeln.” Das Weiterlernen in der Schule kam für sie nicht infrage. Zu Beginn ihrer Ausbildung habe sie viel beobachtet und erste praktische Erfahrungen gesammelt. “Jetzt kann ich schon Verteiler bauen und ich fahre mit zu Baustellen.” Darüber berichtet Welt Stimme.
„Man lernt Sachen, die andere nicht können“
Die Entscheidung für Elektrotechnik fiel Eva nach einem Praktikum während der Polytechnischen Schule, und sie bereut diesen Schritt nicht. “Es ist ein guter Beruf für die Zukunft. Man wird selbstständiger. Und man lernt Sachen, die andere nicht können, die einem zum Beispiel auch helfen können, wenn man mal ein Haus baut.” Den einzigen Nachteil sieht sie im frühen Aufstehen. Thomas Kirschner, ihr Vater und einer der Geschäftsführer von Stromberg, spricht über die Eigenschaften, die ein guter Lehrling mitbringen muss. “Kriterien sind der Hausverstand und man muss wollen. Die schulischen Leistungen sind mir nicht so wichtig.” Auch die Herkunft des Bewerbers sei nebensächlich; allerdings seien gute Deutschkenntnisse in der Branche wichtig. Um versteckte Talente zu entdecken, empfiehlt er, ein Praktikum zu absolvieren. Vorkenntnisse im Beruf seien für Lehrlingsanwärter jedoch nicht notwendig.
Was gut ankommt
Ein Bewerber hinterlässt einen positiven Eindruck, wenn er sich vorab über das Unternehmen informiert. “Eine typische Frage beim Gespräch ist: Wie kommst du auf uns?” Besonders geschätzt werden auch Jugendliche, die das Bewerbungsgespräch eigenständig vereinbaren und alle notwendigen Unterlagen mitbringen. Beim persönlichen Treffen rät Kirschner, authentisch zu bleiben und sich nicht zu verstellen. “Man kann aus jedem, der motiviert ist und ein bisschen Geschick hat, etwas machen,” so Kirschner.


