Lehrlinge im Salzkammergut: 40 Klima-Innovatoren setzen sich für Umweltschutz ein

Dezember 10, 2025 20:08
Lehrlinge im Salzkammergut: 40 Klima-Innovatoren setzen sich für Umweltschutz ein

40 neue Klimachecker:innen@work ausgezeichnet: Lehrlinge zeigen Innovationsgeist beim Klimaschutz im eigenen Unternehmen, darunter die Laakirchen Papier AG und Vorwagner.

SALZKAMMERGUT. Bei einer kürzlich abgehaltenen Abschlussveranstaltung wurden engagierte Lehrlinge als Klimachecker:innen@work ausgezeichnet. Die Jugendlichen präsentierten ihre Klimaschutzprojekte auf kreative und praxisnahe Weise. Der Fokus lag auf Vernetzung, Austausch von Projektideen und der Wertschätzung des Engagements der Lehrlinge. Landesrat Stefan Kaineder überreichte die Auszeichnungen für herausragende Beiträge zum Klimaschutz. Insgesamt tragen nun über 170 Jugendliche den Titel „Klimachecker:in@work“. Die Vielfalt der präsentierten Projekte verdeutlicht, wie unterschiedlich Klimaschutz im Arbeitsalltag umgesetzt werden kann und wie sehr sich Lehrlinge in ihren Unternehmen dafür einsetzen. Darüber berichtet Welt Stimme.

Junge Menschen übernehmen Verantwortung

„Der Wirtschaftsstandort Oberösterreich lebt von seiner Innovationskraft und den gut ausgebildeten Fachkräften in unseren Betrieben. Mit den Klimachecker:innen verbinden wir beides: Junge Menschen, die Verantwortung übernehmen und Klimaschutz in ihrem Arbeitsalltag umsetzen, und Unternehmen, die damit zukunftsfit und wettbewerbsfähig bleiben. Wer heute in Energieeffizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit investiert, sichert nicht nur Kosten- und Wettbewerbsvorteile, sondern auch die Attraktivität als Arbeitgeber:in für die Fachkräfte von morgen. Die Klimachecker:innen sind damit ein starkes Signal, wie wir Wohlstand, Arbeitsplätze und Klimaschutz in Oberösterreich gemeinsam voranbringen“, betont Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Jugend wird in Umweltschutz eingebunden

Die klimafitten Lehrlinge aus dem Salzkammergut arbeiten bei der Laakirchen Papier AG und Vorwagner. Sebastian Staudinger, Lehrling bei Vorwagner in Pinsdorf, erklärte: „Wir haben uns im Rahmen von Klimachecker:innen@work auf Upcycling spezialisiert, weil wir finden, dass alles ein zweites Leben verdient hat“. Fabian Riedler von der Laakirchen Papier AG freut sich über die Teilnahme: „Wir fanden das Projekt super, da wir uns näher mit der Umwelt beschäftigten und gemeinsam Zeit miteinander verbrachten“. Peter Hofstödter, Lehrlingsausbildner bei Laakirchen Papier, zeigt sich stolz: „Wir sind bereits das zweite Mal dabei. Es ist toll, dass die Jugend in Nachhaltigkeit und Umweltschutz eingebunden wird.“

Lösungsorientierte Lehrlinge

Die Jugendlichen entwickelten in diesem Jahr verschiedene Maßnahmen, um durch gezieltes Druckluftmonitoring Energieverluste sichtbar zu machen und Einsparpotenziale aktiv zu nutzen. Darüber hinaus erarbeiteten sie konkrete Lösungsansätze, um Abfälle durch den Einsatz von Mehrwegsystemen zu vermeiden und Einwegverpackungen deutlich zu reduzieren. Ein anderes Team plante, betriebliche Veranstaltungen als Green Events umzusetzen, um Ressourcen zu schonen und ein breites Bewusstsein für klimaschonendes Veranstalten zu schaffen. Mehrere Gruppen arbeiteten daran, die Biodiversität am Betriebsgelände zu fördern, beispielsweise durch Blühinseln, Bienenstöcke sowie naturnahe Gestaltungselemente. Auch die Kommunikation spielte eine zentrale Rolle: Mit kreativen Konzepten zur Bewusstseinsbildung der Kunden im Markt stärkten die Lehrlinge nachhaltige Aktionen und demonstrierten, wie Klimaschutz wirksam nach außen getragen werden kann. Die Projekte verdeutlichen, wie selbstwirksam und lösungsorientiert Lehrlinge in ihren Betrieben handeln und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Frischer Wind für Betriebe

Beate Dunzinger, Projektleiterin beim Klimabündnis Oberösterreich, begleitet die Jugendlichen nun im fünften Jahr: „Das Projekt zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viele kreative Lösungen in den Köpfen junger Menschen stecken. Die motivierten Lehrlinge bringen frischen Wind in ihre Betriebe und übernehmen dabei Selbstverantwortung, die weit über das Projekt hinaus wirkt.“ Norbert Rainer, Geschäftsführer des Klimabündnis OÖ, ist überzeugt: „Mit Klimachecker:innen@work zeigen wir, dass zukunftsfitte Betriebe und ihre engagierten Lehrlinge Klimaschutz konkret umsetzen und damit Wohlstand für uns alle sichern. Wenn junge Menschen Verantwortung übernehmen und Unternehmen ihnen dafür Raum geben, entstehen Lösungen, die heute wirken und morgen tragen.“

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Reparaturpläne für Pumpspeicherkraftwerke Limberg I und III in Kaprun bekanntgegeben
Vorheriger artikel

Reparaturpläne für Pumpspeicherkraftwerke Limberg I und III in Kaprun bekanntgegeben

WK-Bezirksstelle Gmünd: Frühveranstatung zum Thema Pensionsantritt informiert Unternehmer über Änderungen im Pensionssystem
Nächster artikel

WK-Bezirksstelle Gmünd: Frühveranstatung zum Thema Pensionsantritt informiert Unternehmer über Änderungen im Pensionssystem

Nicht verpassen