Reparaturpläne für Pumpspeicherkraftwerke Limberg I und III in Kaprun bekanntgegeben

Dezember 10, 2025 19:57
Reparaturpläne für Pumpspeicherkraftwerke Limberg I und III in Kaprun bekanntgegeben

Die endgültigen Reparaturpläne für die Pumpspeicherkraftwerke Limberg I und Limberg III in Kaprun sind nun vorgelegt worden. Während der defekte Großtransformator von Limberg I vollständig ersetzt wird, sollen die beiden ausgefallenen Generatoren von Limberg III ab 2026 schrittweise wieder in Betrieb genommen werden. Darüber berichtet Welt Stimme.

PINZGAU. Die Schadensanalysen zu den während der Inbetriebnahmetests ausgefallenen Generatoren im neuen Pumpspeicherkraftwerk Limberg III in Kaprun sind größtenteils abgeschlossen. Laut Hersteller wurden die Rotoren in möglichen Ausnahmefällen besonderen hohen Kräften ausgesetzt, was zur Überbeanspruchung des Isolationssystems und schließlich zu einem Ausfall führte. Beide Generatoren werden direkt in der Kraftwerkskaverne repariert, mit einer Inbetriebnahme von Maschine 2 im Sommer 2026 und von Maschine 1 im Winter 2026.

Ersatz des defekten Transformators in Limberg I

Parallel dazu wird der defekte Großtransformator im älteren Kraftwerk Limberg I untersucht, der im November 2025 bei Schwarzstarttests ausgefallen war. Der Transformator wird noch diese Woche ins Tal zur detaillierten Schadensanalyse gebracht, wo er unter Aufsicht von Verbund und externen Sachverständigen zerlegt wird. Zudem wurde bereits mit der Beschaffung eines neuen Transformators begonnen, dessen Lieferzeit etwa ein Jahr beträgt.

Wirtschaftliche Auswirkungen des Ausfalls

Trotz der Ausfälle bleibt die Versorgungssicherheit laut Verbund gewährleistet. Von den gesamten 4 GW Turbinen- und 2,4 GW Pumpenleistung der Verbund-Speicher- und Pumpspeicherflotte fehlen gegenwärtig lediglich die 160 MW von Limberg I. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme wird Limberg III zusätzliche 480 MW Leistung bereitstellen und die Flexibilität deutlich erhöhen.

Der geschätzte Einnahmeverlust des Kraftwerksbetreibers beträgt zwischen 40 und 60 Millionen Euro, wobei der Großteil im Geschäftsjahr 2026 anfällt.

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