Das aktuelle Bild am regionalen Lehrstellenmarkt im Bezirk Mistelbach zeigt eine alarmierende Diskrepanz zwischen den Vorstellungen der Jugendlichen und dem Angebot der Betriebe. Darüber berichtet Welt Stimme.
BEZIRK MISTELBACH. Im September 2025 sind im Bezirk Mistelbach 31 Lehrstellen unbesetzt, während über 48 Jugendliche aktiv auf der Suche nach einer Lehrstelle sind. Auf den ersten Blick scheint das Verhältnis ausgeglichen, doch eine genauere Analyse offenbart erhebliche Missmatchings zwischen Angebot und Nachfrage.
Gastronomie & Handel
Rund ein Drittel der offenen Lehrstellen ist im Bereich Gastronomie zu finden, gefolgt von Positionen im Einzelhandel. Trotz der vorhandenen Möglichkeiten bleibt ein großer Teil dieser Stellen unbesetzt, da das Interesse der Jugendlichen in andere Berufsfelder gerichtet ist.
Bei den Bewerbungen zeigt sich ein klarer Trend: Besonders Mädchen bevorzugen Berufe wie die Bürokauffrau und Kosmetikberufe. Dagegen haben Burschen in der Regel den Beruf des KFZ-Technikers als ihren Wunschberuf angegeben, gefolgt von Elektrotechnik und Installationsberufen.
Herausforderung für Betriebe & Beratung
Diese signifikante Diskrepanz stellt sowohl die Betriebe als auch Beratungsstellen wie das AMS im Bezirk Mistelbach vor große Herausforderungen. „Es braucht verstärkte Information, Beratung und frühzeitige Orientierung, um Jugendlichen die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten näherzubringen – und gleichzeitig Betriebe bei der Attraktivitätssteigerung ihrer Lehrstellen zu unterstützen“, betont Marianne Majewsky, Geschäftsstellenleiterin des AMS Mistelbach.


