Donaupegel steigt nach Hitzewelle
Die Hitzewelle ist zu Ende, und in der Region Wien ist erster Regen gefallen, was zu einem Anstieg des Donaupegels geführt hat. Dennoch bleibt das Pegelniveau niedrig, was den Schiffsverkehr weiterhin einschränkt. Die DDSG hat bereits begonnen, einige Routen schrittweise wieder in Betrieb zu nehmen.
In Wien und Niederösterreich zeigen sich erste Anzeichen einer Entspannung für die Natur und die Schifffahrt. Während der Hitzewelle und aufgrund des ausbleibenden Niederschlags in den Zubringerflüssen fielen die Pegelstände der Donau deutlich ab. Die zuständige Schifffahrtsaufsichtsbehörde Viadonau spricht von einer „leichter Entspannung“, warnt jedoch vor einem weiterhin „niedrigen Niveau“.
Die Pegelstände sind entscheidend für Schiffstypen und Beladungen. Es gibt keine allgemeine behördliche Sperre, sodass Transporteur eigenständig entscheiden müssen, wo noch eine sichere Passage möglich ist. Ein relevanter Wert für die Donauschifffahrt ist das sogenannte „Regulierungsniederwasser“ (RNW), welches laut Viadonau einen Schwellenwert für Niedrigwasser darstellt.
Beispielsweise lag der Pegel bei Kienstock in der Wachau vergangene Woche an mehreren Tagen bei nur 1,02 Metern – unter dem RNW von 1,61 Metern. Erst am 19. August wurde dieser Wert überschritten. Viadonau prognostiziert Werte zwischen 1,80 und über 2 Metern bis zum 25. August, abhängig von den Niederschlägen bei den Zubringern.
In Korneuburg, nahe Wien, wurde am 17. August ein Pegel von 1,69 Metern gemessen, während das RNW bei 1,96 Metern liegt. Auch dieser Wert wurde erst am 19. August überschritten, mit einem aktuellen Pegelstand über zwei Metern. Bei der Messstelle Wildungsmauer lag das RNW bei 1,55 Metern, das Minimum am 17. August bei nur 76 Zentimetern, das RNW wurde dort am 20. August überschritten.
Die DDSG Blue Danube hat am 19. August den regulären Linienbetrieb in die Wachau wieder aufgenommen, jedoch mit Einschränkungen aufgrund der niedrigen Wasserstände in Emmersdorf und Weißenkirchen. DieDDSG-Schiffe haben einen geringeren Tiefgang als Kreuzfahrt- oder Frachtschiffe, was ihnen eine bessere Passierbarkeit ermöglicht. Dennoch bleibt die Sicherheit oberste Priorität, und die Situation wird kontinuierlich evaluiert.
Einordnung
Die Pegelerhöhung bringt eine vorübergehende Entspannung für die Schifffahrt auf der Donau, bleibt jedoch weit entfernt von einer Normalisierung. Dies ist entscheidend für die Betreiber der Donauschifffahrt und könnte sich auf den touristischen Verkehr auswirken, bei dem die Sicherheit an erster Stelle steht.


