Leoben startet Online-Plattform „Chancenraum.at“ zur Bekämpfung des Leerstands in der Innenstadt

September 24, 2025 16:22
Leoben startet Online-Plattform "Chancenraum.at" zur Bekämpfung des Leerstands in der Innenstadt

Leoben setzt neue Maßstäbe im Kampf gegen Leerstand: Mit der Online-Plattform „Chancenraum.at“ werden verfügbare Geschäftsflächen sichtbar gemacht und innovative Nutzungsmöglichkeiten eröffnet. Ein Modell mit Vorbildcharakter für ganz Österreich.
Darüber berichtet Welt Stimme.

Neue Plattform gegen Leerstand

Die Stadt Leoben hat am Mittwoch die Online-Plattform „Chancenraum.at“ ins Leben gerufen, um dem anhaltenden Leerstand in Erdgeschosslokalen entgegenzuwirken. Bürgermeister Kurt Wallner und Leoben Holding-Geschäftsführer Edgar Schnedl stellten das innovative Projekt vor, das österreichweit neue Standards setzen soll.

Leerstand als Chance

Leoben hat mit einem Leerstand von 6,3 Prozent in der Innenstadt eine bessere Quote als der österreichische Durchschnitt von 15,6 Prozent in Kleinstädten. Dennoch bleibt Handlungsbedarf, um die Attraktivität der Stadt zu wahren. Leerstand wird nicht mehr als Makel, sondern als Chance für kreative Ideen verstanden, um die Stadt weiterzuentwickeln.

„Mit Chancenraum.at machen wir Leerstand sichtbar und schaffen eine Basis für neue Nutzungen. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Projekt einen wichtigen Grundstein legen, um Leoben als lebendige, attraktive und wirtschaftlich starke Stadt weiter voranzubringen“, erklärte Bürgermeister Wallner.

Innovativer Ansatz

Das Projekt „Chancenraum.at“ umfasst eine umfangreiche Online-Datenbank, in der 590 Gewerbeimmobilien erfasst wurden. Aktuell werden 59 ausgewählte, bezugsfertige Flächen aus verschiedenen Bereichen dargestellt. Dabei ermöglicht die GIS-gestützte Plattform eine benutzerfreundliche und realistische Besichtigung durch 3D-Aufnahmen. Ein Zertifizierungssystem sorgt dafür, dass nur attraktive und sofort nutzbare Flächen präsentiert werden.

Zusätzlich werden standortbezogene Daten verwendet, um die wirtschaftliche Entwicklung zu analysieren und gezielt auf die Bedürfnisse von Unternehmerinnen, Gründern und Einheimischen zu reagieren.

Das Projekt, welches von der Leoben Holding entwickelt wurde, hat ein Budget von 45.000 Euro, von dem 60 Prozent durch das EU-Förderprogramm Leader gefördert werden. Ziel ist es, dieses Modell als Vorbild für andere Städte in Österreich anzubieten.

Edgar Schnedl betonte, dass Leerstand eine wertvolle Ressource darstellt: „Die Plattform schafft Transparenz und eröffnet neue Möglichkeiten. Was wir in Leoben entwickelt haben, kann als Flächeninformationssystem für die gesamte Steiermark und perspektivisch auch für ganz Österreich dienen.“ Die nächste Phase des Projekts, bekannt als „Chancenraum 2.0“, soll im Herbst 2026 starten und weitere alternative Nutzungsmöglichkeiten für Leerstand aufzeigen.

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