Mödlinger Arbeitsmarkt bleibt angespannt, keine Entspannung in AMS-Zahlen erkennbar

Mai 9, 2026 09:24
Mödlinger Arbeitsmarkt bleibt angespannt, keine Entspannung in AMS-Zahlen erkennbar

Arbeitslosigkeit im Bezirk Mödling steigt im April weiter an

Im April 2026 liegt die Arbeitslosenzahl im Bezirk Mödling bei 2.791 Personen, was einem Anstieg von 4,1% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Arbeitslosenquote betrug 5,5%, während der Schnitt in Niederösterreich bei 6,9% liegt.

Insgesamt sind 3.461 Personen im Arbeitsmarktbezirk Mödling auf Jobsuche, inklusive Schulungsteilnehmer. Das AMS prognostiziert einen weiteren Rückgang von Arbeitsplätzen in der Industrie und im Handel, während die Pensionierungswelle der Baby-Boomer-Generation die Nachfrage nach Arbeitskräften erhöht.

Bis Ende April konnten 1.795 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch eine Anstellung beenden, darunter 76 Langzeitarbeitslose. Gleichzeitig wurden 2.334 freie Stellen besetzt, so Werner Piringer, der Leiter des AMS Mödling.

Die Arbeitslosigkeit stieg sowohl bei Frauen (+7,5% auf 88 Personen) als auch bei Männern (+1,5% auf 22 Personen). Besonders betroffen sind ältere Personen ab 50 Jahren, deren Zahl um 5,5% auf 1.163 gestiegen ist. Bei Jugendlichen bis 24 Jahre liegt der Anstieg mit 1,7% (auf 183 Personen) relativ gering.

Branchenbezogen ist ein signifikanter Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Warenherstellung (+10,0%), im Handel (+12,0%) und in der Erbringung wissenschaftlicher und technischer Dienstleistungen (+16,1%) zu verzeichnen. Im Bauwesen (-20,5%) und in der Gastronomie (-14,1%) hingegen gab es Rückgänge.

Aktuell sind beim AMS Mödling 1.017 freie Stellen registriert, was einem Rückgang von 16,7% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Lehrstellenmarkt verzeichnen die offenen Lehrstellen mit 64 einen Anstieg von 28%. In vielen Branchen, wie z.B. im Handel (-31,8%) und im Gesundheits-Sozialwesen (-58,9%), sinkt die Anzahl der offenen Stellen erheblich.

Einordnung

Die zunehmende Arbeitslosigkeit im Bezirk Mödling spiegelt die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt wider, insbesondere im Industriesektor. Der Rückgang der offenen Stellen deutet auf ein schwierigeres Arbeitsumfeld hin, was für Arbeitsuchende in der Region von erheblichem Einfluss ist.

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