Montanuniversität Leoben eröffnet zwei neue Forschungsgebäude zur Förderung von Innovation und Digitalisierung

September 29, 2025 06:12
Montanuniversität Leoben eröffnet zwei neue Forschungsgebäude zur Förderung von Innovation und Digitalisierung

Montanuniversität Leoben eröffnet neues „Haus der Digitalisierung“ und Chemiezentrum

Vor wenigen Tagen wurden mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zwei neue Forschungsgebäude der Montanuniversität Leoben feierlich eingeweiht: das „Haus der Digitalisierung“, welches als zentraler Innovationsmotor fungieren soll, und das mit modernsten Laborstandards ausgestattete Chemiezentrum. Beide Einrichtungen markieren einen entscheidenden Schritt in der Positionierung der Montanuniversität als führende Wissenschafts- und Innovationsinstitution in der technologischen und digitalen Transformation. Darüber berichtet Welt Stimme.

LEOBEN. Der international wettbewerbsfähige Bereich der Forschung und Lehre erfordert ernsthafte Investitionen. Thomas Prohaska, Vizerektor für Lehre und Internationales, betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung des neuen „Hauses der Digitalisierung“: „Mit top moderner Infrastruktur stärkt es unsere Forschung in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 und nachhaltiger Technologie. Es soll zu einer Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft werden, Start-ups fördern und Technologiestransfers erleichtern.“

Auf die Frage, wie das Publikum in Leoben sowie von außerhalb für die innovativen Aktivitäten der Universität begeistert werden kann, berichtete Prohaska von den Plänen für das „House of Circular Engineering“ – eine Einrichtung, die der Kreislaufwirtschaft gewidmet ist. „Der Standort dafür steht bereits fest. Es wird ein Treffpunkt für Ausstellungen, Vorträge, Diskussionen und Workshops für Kinder und Interessierte mit praktischen wissenschaftlichen Anwendungen.“

Ein weiterer nicht unerheblicher Schritt zur Förderung junger Menschen für MINT-Studiengänge erfolgt durch die neu unterzeichnete Kooperation mit der Sir Karl Popper Schule in Wien. Während der Eröffnung war eine Schülergruppe aus Wien anwesend.

Innovative Forschungsprojekte im neuen Chemiezentrum

Die moderne Infrastruktur des neuen Chemiezentrums wird zukünftige innovative Forschungsprojekte in Bereichen wie Materialchemie, Umweltanalytik und nachhaltiger Energienutzung ermöglichen. Helmut Antrekowitsch, Vizerektor für Forschung und Nachhaltigkeit, erläuterte: „Das neue Chemiezentrum ist die Grundlage für eine noch engere Verknüpfung von Grundlagenforschung und industrieller Anwendung. Es stärkt den Standort Leoben in zentralen Zukunftsfragen und macht die Montanuniversität international deutlicher sichtbar.“

Montanuniversität Leoben: Ein wichtiger Akteur im regionalen Entwicklungsprozess

Die Montanuniversität Leoben mit 3.000 Studierenden und etwa 1.200 Mitarbeitern bietet praxisorientierte Lehre und hervorragende Grundlagenforschung. Der Frauenanteil unter den Studierenden liegt bei fast einem Drittel, während 27 Prozent der Studierenden aus rund 90 Nationen stammen.

Als bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Stadt Leoben integriert die Universität Studierende, Kongresse und Vermietungen von Unterkünften und zieht damit Investitionen in Universitätsbauten an. Damit wird sie als entscheidender Akteur im städtischen Entwicklungsprozess wahrgenommen.

Stimmen zur Eröffnung

„Das Haus der Digitalisierung und das neue Chemiezentrum sind bedeutende Meilensteine nicht nur für die Montanuniversität Leoben, sondern für die Steiermark insgesamt“, erklärte Landesrat Willibald Ehrenhöfer. Rudolf Tischhart, Vorsitzender des Tourismusverbands Erzberg-Leoben, betonte die Vorteile des internationalen Austauschs, der zu einem Anstieg der Studentenzahl führt: „Ich selbst bin Unterkunftsgeber für Studierende und freue mich über die Aufmerksamkeit, die die Universität bringt.“

Stadtrat Willibald Mautner fügte hinzu: „Die Montanuniversität Leoben setzt einen kraftvollen Impuls für Forschung, Wirtschaft und Bildung in der gesamten Region. Als Stadt Leoben sind wir stolz darauf, diesen Weg gemeinsam mit der Universität zu gehen.“

Der Stadtrat Walter Reiter hob das hohe Engagement der jungen Menschen hervor: „Damit wir ihnen eine Infrastruktur und ein Umfeld schaffen, damit sie gerne nach Leoben kommen und einige von ihnen bleiben. Davon profitieren wir alle.“

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