Neuer Bio-Hühnerstall in Siget in der Wart eröffnet: Modernes Konzept für 6.000 Hühner

September 12, 2025 07:42
Neuer Bio-Hühnerstall in Siget in der Wart eröffnet: Modernes Konzept für 6.000 Hühner

Nach vier Jahren zäher Verfahren, Einwänden und Diskussionen konnte der Biohof Plank seinen neuen, modernen Hühnerstall in Siget in der Wart eröffnen. Mit einem „Tag der offenen Stalltür“ stellte der Betrieb die Anlage der Öffentlichkeit vor. Darüber berichtet Welt Stimme.

SIGET IN DER WART. Im neuen Stall des Biohofs Plank werden künftig 5.400 Hühner und 600 Hähne gehalten, die nach strengen Bio-Richtlinien leben. Jedes Tier hat Anspruch auf mindestens zehn Quadratmeter Freilauf. Im Inneren des Stalls sind maximal sieben Tiere pro Quadratmeter erlaubt. Die Vorgaben umfassen außerdem Sitzstangen, eigene Legenester, geeigneten Boden sowie regelmäßige Entmistung. Die Produktion erfolgt mit befruchteten Eiern, die am Betrieb selbst bebrütet werden und somit für Nachwuchs sorgen.

Widerstände und Verzögerungen

Von der ersten Idee bis zur Umsetzung vergingen insgesamt vier Jahre. Die Herausforderungen lagen weniger im Bau selbst, als vielmehr in den langwierigen Genehmigungsverfahren. Projektentwickler Erich Mandl kritisierte: „Im Burgenland brauchen Genehmigungen extrem lange. In der Steiermark wäre der Stall längst schon in Betrieb.“

Auch Landwirt Eugen Plank berichtete von intensiven Auseinandersetzungen: „Wir haben bewusst einen Standort außerhalb der Ortschaft gewählt, um die Bevölkerung nicht zu belasten. Trotzdem gab es massive Widerstände, besonders auch vonseiten der Jagd.“

Transparenz gegen Skepsis

Um Vorbehalte abzubauen, lud der Biohof Plank die Bevölkerung zur offenen Besichtigung ein. Vizepräsident Falb-Meixner lobte die Initiative: „Es ist eine großartige Idee, das Projekt im Rahmen eines Tags der offenen Tür zu zeigen und Skeptikern zu erklären, wie moderne Tierhaltung funktioniert.“ Er betonte auch, dass die tierfreundliche Produktion von Eiern wichtig sei: „Wenn wir die Eier nicht tierfreundlich produzieren, dann kommen sie von irgendwo her, ohne Rücksicht auf Tier und Umwelt.“ Der laufende Betrieb des Hühnerstalls verursacht nur wenig zusätzlichen Verkehr: Zweimal pro Woche werden die Eier abgeholt, einmal wöchentlich kommt der Futterwagen.

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