Neues Start-up skiracing.club will Fan-Merchandising im alpinen Skisport revolutionieren

November 13, 2025 00:53
Neues Start-up skiracing.club will Fan-Merchandising im alpinen Skisport revolutionieren

Das Start-up Skiracing.club, gegründet von drei Salzburgern, will das Fan-Merchandise im alpinen Skisport revolutionieren. Redakteurin Sarah Braun hat mit Peter Mitterhauser, einem der Gründer, über die Grundideen und Ziele dieses Unternehmens gesprochen. Darüber berichtet Welt Stimme.

SAALFELDEN, SALZBURG. Skiracing.club wird als die erste Lifestyle- und Merchandise-Plattform beschrieben, die den alpinen Skisport außerhalb der Pisten erlebbar machen möchte. Der gebürtige Saalfeldner Peter Mitterhauser, der für den Marketingbereich verantwortlich ist, ist gemeinsam mit Dominic Tritscher und Max an der Gründung beteiligt. Die Geschäftsidee entstand aus dem Wunsch, den Skisport näher an die Fans zu bringen und dabei frischen Wind in die Vermarktung zu bringen.

Wie entstand die Geschäftsidee?

P.M.: Die ursprüngliche Idee kam ehrlicherweise von Dominic Tritscher – er hatte schon länger Gedanken dazu, den Skisport näher an die Fans zu bringen und in das Thema etwas frischen Wind zu bringen. Über Max kam dann der Kontakt zu mir zustande, weil sie jemanden mit Erfahrung gesucht haben, der den Marketing- und Online-Part übernehmen kann – und auch bereit ist, diese Vision wirklich mitzutragen. Ich fand das Konzept sofort spannend, weil es nicht nur um Produkte geht, sondern um Identität, Community und Commerce. So wurde aus einer Idee ein gemeinsames Projekt mit einer klaren Richtung und viel Herzblut.

Wie kam es zur Gründung des Start-ups?

P.M.: Wir haben im August 2024 das erste Mal über die Idee gesprochen, Anfang November die Firma gegründet und Mitte Jänner 2025 die ersten Kollektionen gelauncht – schneller geht’s fast nicht. Und die Resonanz war vielversprechend. Daraus entstand dann der Entschluss, das Ganze weiter zu professionalisieren und größer aufzuziehen: eine Marke, eine Plattform, eine Infrastruktur, mit der Athleten langfristig eigene Kollektionen umsetzen können – vom Design über Produktion bis zum Vertrieb. So wurde aus einer Idee im Freundeskreis ein Start-up mit klarer Mission. Jede und jeder von uns bringt Profi-Background aus unterschiedlichen Bereichen mit und genau das erlaubt uns, Entscheidungen schnell und fundiert zu treffen. Wir denken lieber in Prototypen als in PowerPoints.

Was sind deine Aufgaben in eurem dreier Team?

P.M.: Ich kümmere mich primär um Brand, Strategie und Experience – also darum, dass skiracing.club als Marke funktioniert und, dass die Athleten und Kunden eine konsistente, hochwertige Experience haben – online wie offline. Dazu gehören Markenaufbau, Shop-Design, Kommunikation, aber auch Themen wie Produktionspartner, EAN-/SKU-Systeme oder das Packaging.

Warum fiel die Entscheidung für Fan-Merchandise auf den Bereich Skisport?

P.M.: Weil der Skisport zwar riesig ist, aber in Sachen Vermarktung und Markenbildung lange in alten Mustern steckte. Es gibt unzählige talentierte Athleten mit unglaublicher Persönlichkeit, die aber oft nur über Sponsoren wahrgenommen werden – nicht als eigene Marke. Fan-Merch ist eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Brücke: Er schafft Nähe, macht Athleten greifbar, und öffnet völlig neue Einnahmequellen abseits von Preisgeldern und Sponsorenverträgen.

Wie ist es gelungen, verschiedenste Sport-Profis für eure Geschäftsidee zu gewinnen?

P.M.: Indem wir kein klassisches Sponsoring-Angebot gemacht haben, sondern echte Partnerschaft. Wir haben den Athleten gezeigt, dass es hier nicht um „Merch verkaufen“ geht, sondern um Markenaufbau – um Ownership über die eigene Identität. Natürlich ist es ein enormer Vorteil, wenn man mit Leuten arbeitet, die selbst Bock haben, Grenzen zu verschieben – wie Manuel Feller, der das Projekt von Anfang an mit seiner typischen „No Bullshit“-Attitüde mitgeprägt hat.

Ihr produziert nachhaltig in Europa – wie können sich das unsere Leserinnen und Leser vorstellen?

P.M.: Nachhaltigkeit ist für uns kein Marketing-Add-on, sondern Grundhaltung. Was nicht verkauft ist, wird auch nicht produziert – und verbraucht damit keine Ressourcen. Wir produzieren ausschließlich in Europa mit Rohware vor allem aus Portugal und der Türkei und arbeiten dabei mit echten Partnern – teils sogar direkt aus Schladming. Unsere Partner garantieren faire Arbeitsbedingungen, kurze Lieferketten und zertifizierte Materialien.
Ja, das ist teurer und aufwendiger, aber es fühlt sich richtig an – und es zahlt sich langfristig aus. Unsere Hoodies, Tees oder Beanies sind hochwertig gefertigt, langlebig und bewusst „slow“. Kein Fast Fashion, keine Überproduktion – stattdessen Limited Editions, klare Transparenz und echte Wertschätzung für jedes Stück, das entsteht.

Was sind eure Pläne – wie soll es mit dem Start-up weitergehen?

P.M.: Der nächste Schritt ist, skiracing.club von einem reinen Shop zu einer echten Plattform weiterzuentwickeln. Aktuell kann man bei uns vor allem Merch kaufen – aber unser Ziel ist es, eine zentrale Anlaufstelle für die Ski-Community zu schaffen. Einen Ort, an dem Fans, Athleten und Partner zusammenkommen, Mehrwerte finden und Teil dieses Sports bleiben, auch abseits der Rennpisten. Langfristig soll skiracing.club nicht nur Merchandise verkaufen, sondern ein fester Bestandteil der Skisport-Kultur werden – eine Plattform, die zeigt, wie Nähe, Nachhaltigkeit und Community im Spitzensport neu gedacht werden können.

Was ist dein persönlicher Wunsch, wohin soll sich euer Unternehmen entwickeln?

P.M.: Ich wünsche mir, dass wir die Energie und Authentizität, mit der wir gestartet sind, behalten, auch wenn wir wachsen. Dass wir mutig bleiben, experimentieren und weiterhin Dinge anders machen als gewohnt. Und, dass skiracing.club sich zu einem fixen Bestandteil im Skisport entwickelt – nicht nur als Marke, sondern als Bewegung, die zeigt, dass echte Nähe zwischen Athleten, Fans und Marken möglich ist. Wenn uns das gelingt, dann verändern wir nicht nur, was verkauft, sondern, wie Leidenschaft im Sport erlebt wird. Genau darum geht’s: um Echtheit, Haltung und dem Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein.

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