Die Elektromobilität erlebt in der Steiermark einen signifikanten Aufschwung. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 6.980 neu zugelassene Elektroautos registriert, was einem Anstieg von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit entfallen bereits rund 16,7 Prozent der Neuzulassungen auf E-Pkw. Darüber berichtet Welt Stimme.
Im Vergleich zu den Vorjahren ist der Zuwachs enorm: Vor fünf Jahren lag die Zahl der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge bei 2.082 und vor einer Dekade bei lediglich 202. „An diesen Zahlen zeigt sich, dass die Energiewende im Verkehr an Fahrt gewinnt. Und das ist gut so“, erklärte VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Elektroautos verursachen im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennern einen deutlich geringeren Energieverbrauch und produzieren beim Fahren keine schädlichen Abgase.
Regionale Unterschiede bei E-Pkw
Die Verbreitung von Elektroautos variiert erheblich zwischen den Bezirken der Steiermark. Im Bezirk Graz-Umgebung liegt der Anteil der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge bei 27,8 Prozent. Es folgen Hartberg-Fürstenfeld mit 22 Prozent und die Landeshauptstadt Graz mit 21,1 Prozent. Im Bezirk Liezen ist der Anteil mit 5,9 Prozent am geringsten.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass Dänemark mit 67 Prozent und Norwegen mit bereits 96 Prozent den höchsten Anteil an Elektroautos bei Neuwagen innerhalb der EU aufweist.
Strom vom eigenen Dach als Vorteil
Ein großer Vorteil von Elektrofahrzeugen liegt für Haushalte und Betriebe mit Photovoltaikanlagen darin, dass sie den benötigten Strom zur Ladung ihrer Fahrzeuge selbst erzeugen können. Dies führt zu Einsparungen bei den Spritkosten und verringert die Abhängigkeit von Erdöl. „Derzeit ist der Verkehr noch massiv von Erdölimporten abhängig. Das ist energiepolitisch problematisch und für Österreich teuer“, so Schwendinger weiter.
Unternehmen als Treiber für Elektromobilität
In Österreich werden rund zwei Drittel aller neu zugelassenen Fahrzeuge auf Firmen oder juristische Personen registriert, bei Diesel-Pkw sind es sogar fast 80 Prozent. Der VCÖ sieht hier einen entscheidenden Hebel für die Förderung der Elektromobilität und fordert eine Reform der Besteuerung von Firmenwagen. Zudem seien auf EU-Ebene Vorgaben nötig, um effizientere Modelle zu verstärken und den Trend zu größeren, schwereren Fahrzeugen einzuschränken.
Trotz des Anstiegs bei Elektrofahrzeugen zeigt der VCÖ darauf hin, dass die Mehrheit der elektrisch zurückgelegten Kilometer nach wie vor mit Bahnen und Bussen erfolgt. Der öffentliche Verkehr bleibt besonders energieeffizient, platzsparend und trägt entscheidend zur Reduktion von Staus bei.
- Bezirk Graz-Umgebung: 27,8 Prozent (977 E-Pkw)
- Bezirk Hartberg-Fürstenfeld: 22,0 Prozent (614 E-Pkw)
- Stadt Graz: 21,1 Prozent (1.761 E-Pkw)
- Bezirk Leibnitz: 19,9 Prozent (491 E-Pkw)
- Bezirk Südoststeiermark: 19,7 Prozent (422 E-Pkw)
- Bezirk Weiz: 19,4 Prozent (593 E-Pkw)
- Politische Expositur Gröbming: 17,9 Prozent (108 E-Pkw)
- Bezirk Deutschlandsberg: 17,8 Prozent (281 E-Pkw)
- Bezirk Murau: 15,9 Prozent (86 E-Pkw)
- Politische Expositur Bad Aussee: 15,2 Prozent (38 E-Pkw)
- Bezirk Voitsberg: 14,4 Prozent (200 E-Pkw)
- Bezirk Murtal: 14,2 Prozent (305 E-Pkw)
- Bezirk Bruck-Mürzzuschlag: 13,6 Prozent (440 E-Pkw)
- Stadt Leoben: 13,4 Prozent (88 E-Pkw)
- Bezirk Leoben Umgebung: 12,5 Prozent (198 E-Pkw)
- Bezirk Liezen: 5,9 Prozent (378 E-Pkw)
Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2026


