Steigende Spritpreise in Österreich
Der Dieselpreis hat am Mittwoch, 16. September, in Österreich mit 2,268 Euro je Liter einen neuen Tageshöchstwert erreicht. Laut E-Control übertraf er den bisherigen Rekord von 2,245 Euro aus Ende März 2026. Superbenzin kostete 1,959 Euro und blieb damit 14 Cent unter dem Höchststand von Juni 2022.
Seit Beginn des Iran-Kriegs sind die Kraftstoffpreise um rund 50 Cent gestiegen. In der Vorwoche lag der Dieselpreis im Durchschnitt bei 1,57 Euro pro Liter, während Superbenzin 1,52 Euro kostete. Ein ähnlicher Anstieg der Kraftstoffpreise wurde zuletzt nach dem russischen Übergriff auf die Ukraine im Jahr 2022 verzeichnet.
Auch in Deutschland wurde ein neuer Rekordpreis für Diesel festgestellt. Der bundesweite Tagesdurchschnitt betrug laut ADAC 2,453 Euro pro Liter.
ÖAMTC fordert EU-weite Übergewinnsteuer
Der ÖAMTC hat am Donnerstag angesichts der steigenden Preise erneut eine EU-weite Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne gefordert. „Die Konsumentinnen und Konsumenten sind an der Zapfsäule mit Höchstpreisen konfrontiert und Konzerne erzielen außerordentliche Gewinne. Es wäre an der Zeit, endlich jene Menschen zu entlasten, die auf das Auto angewiesen sind“, erklärte Martin Grasslober, Verkehrswirtschaftsexperte des ÖAMTC. Er betonte, dass eine Übergewinnsteuer zur Senkung der Mineralölsteuer und CO2-Bepreisung beitragen könnte.
Zusätzlich verlangt der Club eine gründliche Untersuchung und die stärkere Regulierung der internationalen Preisnotierungen für Diesel und Superbenzin, um verlässliche Preissignale an europäischen Tankstellen zu gewährleisten.
Einordnung
Die aktuellen Preiserhöhungen bei Diesel und Benzin haben direkte Auswirkungen auf die Autofahrer in Österreich, die zunehmend mit höheren Kosten konfrontiert sind. Die Forderung nach einer Übergewinnsteuer zielt darauf ab, die Belastungen für die Verbraucher zu reduzieren und die Marktbedingungen zu verbessern.


