Österreich verzeichnet 2025 Handelsbilanzdefizit von 6,58 Milliarden Euro trotz steigender Importe

März 9, 2026 12:17
Österreich verzeichnet 2025 Handelsbilanzdefizit von 6,58 Milliarden Euro trotz steigender Importe

Österreich rutscht im Jahr 2025 wieder in eine negative Handelsbilanz

Österreich hat im Jahr 2025 erneut mehr Waren importiert als exportiert, was zu einem Handelsbilanzdefizit von 6,58 Milliarden Euro führte. Dies wurde durch einen Anstieg der Importe um 4,1 Prozent auf 196,72 Milliarden Euro und einen Rückgang der Exporte um 0,5 Prozent auf 190,14 Milliarden Euro bedingt. Im Vorjahr erzielte das Land noch einen Überschuss von 2,19 Milliarden Euro. Darüber berichtet Welt Stimme.

Die vorläufigen Zahlen von Statistik Austria, die am Montag veröffentlicht wurden, zeigen, dass Österreich im Jahr 2024 erstmals seit 16 Jahren eine positive Handelsbilanz verzeichnete, allerdings bei einem deutlich geschrumpften Außenhandel. Besonders der Rückgang im Handel mit Deutschland fiel ins Gewicht. Manuela Lenk, die fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, erklärte: „Der Einfuhrüberschuss entspricht dem langfristigen Bild der letzten 30 Jahre.“

Österreichs wichtigste Handelspartner

Etwa zwei Drittel des österreichischen Außenhandels fanden weiterhin innerhalb der Europäischen Union statt. Der Warenhandel mit den EU-Partnern blieb insgesamt nahezu ausgeglichen, wobei Deutschland auch 2025 der wichtigste Handelspartner Österreichs bleibt.

Die USA sind nach Deutschland der zweitwichtigste Exportmarkt. Trotz eines Rückgangs der Exporte in die USA um mehr als ein Fünftel gegenüber 2024 erzielte Österreich hier den größten Handelsbilanzüberschuss. „Nachdem sich die Importe aus den Vereinigten Staaten jedoch weiterhin auf deutlich niedrigerem Niveau als die Exporte bewegten, hatte Österreich mit den USA den höchsten Handelsbilanzüberschuss“, so Lenk.

Russland-Importe nahezu eingebrochen

Österreich weist hingegen das größte Handelsbilanzdefizit im Handel mit China auf. Auch im Handel mit Deutschland bleibt ein deutlicher negativer Saldo bestehen. Besonders stark betroffen sind laut der Studie Branchen wie Bergbau, Rohstoffgewinnung, chemische Industrie und Metallverarbeitung. Maschinen und Fahrzeuge bleiben nach wie vor die wichtigste Produktgruppe im österreichischen Außenhandel.

Der Handel mit Russland ist stark zurückgegangen, da die Importe aus der Russischen Föderation im Vergleich zum Vorjahr nahezu vollständig eingebrochen sind. Mit einem Importanteil von 0,03 Prozent (0,07 Milliarden Euro) nimmt die Russische Föderation 2025 nur mehr Platz 75 unter den Handelspartnern Österreichs ein, nach dem 18. Platz im Jahr zuvor.

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