Richtige Entsorgung von Lithium-Batterien wichtiger denn je
NEUSIEDL AM SEE. Bei der Entsorgung von Problemstoffen wie Eternit, Mineralwolle oder Zementabfällen sind spezielle Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Ingenieure Günter und Christoph Pöck von Pöck Umweltservice in Neusiedl am See warnen jedoch, dass Lithium-Batterien und -Akkus eine zunehmend größere Herausforderung darstellen.
Günter Pöck betont, dass Lithium-Batterien weder im Restmüll noch im Sperrmüll entsorgt werden dürfen. Sie müssen einer speziellen Entsorgung zugeführt werden, da sie ein hohes Brandrisiko bergen. Beschädigte Akkus können sich beim Schreddern entzünden. Selbst die unscheinbaren Akkus aus Bohrmaschinen können schwere Brände verursachen, die sich nicht mit Wasser löschen lassen. In Entsorgungsbetrieben können solche Brände katastrophale Folgen haben.
Die Problematik nimmt zu, da Lithium-Akkus in vielen Alltagsgegenständen wie Handys, Tablets, E-Scootern, Kinderspielzeug und Lampen zu finden sind. Oft werden defekte Geräte nicht ordnungsgemäß entsorgt und landen somit im Müll. Auf Baustellen kommen häufig akkubetriebene Maschinen zum Einsatz, deren Lithium-Akkus häufig einfach im Container entsorgt werden.
Um die Bevölkerung für die korrekte Entsorgung von Lithium-Batterien zu sensibilisieren, betont Christoph Pöck die Wichtigkeit der Aufklärung. Vor der Entsorgung sollten alte Elektrogeräte und Akkus daher daraufhin überprüft werden, ob sie Lithium-Akkus enthalten. Diese müssen getrennt und fachgerecht entsorgt werden, anstatt achtlos in den Müll geworfen zu werden.
Einordnung
Die Debatte um die richtige Entsorgung von Lithium-Batterien gewinnt an Bedeutung, da die Nutzung dieser Akkus in Alltagsgegenständen zunimmt. Eine korrekte Entsorgung ist entscheidend, um die Brandgefahr zu minimieren und Schäden in Entsorgungsanlagen zu vermeiden. Sensibilisierung und Aufklärung sind daher unerlässlich.


