Österreich plant Verbot von Einweg-E-Zigaretten ab 2026
Österreichs Regierung hat eine umfassende Novelle des Tabakgesetzes angekündigt, die ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten ab Anfang 2026 umfasst. Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) erklärte im Ö1 Journal, dass die Maßnahme darauf abzielt, ein generelles Verkaufsverbot in Österreich einzuführen, um die Probleme bei der Entsorgung dieser Produkte zu adressieren und den jugendlichen Zielgruppen entgegenzuwirken.
Während die Regierung die Initiative begrüßt, haben Handelsvertreter die Entscheidung als schädlich für die Branche kritisiert. Felix Schüller von der Firma Schüller & Sohn äußerte, dass er im schlimmsten Fall auf hohen Warenlagern sitzenbleiben könnte, da die Maßnahme viel zu kurzfristig sei.
Gefahren durch Einweg-Vapes
Der Verband österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) unterstützt jedoch das Vorhaben. Einweg-Vapes enthalten nicht entnehmbare Lithiumbatterien, die bei unsachgemäßer Handhabung entzünden und gefährliche Brände verursachen können. Jährlich landen in Österreich rund drei Millionen dieser Batterien im Restmüll, was große Sicherheitsrisiken birgt.
Um die Rückgabe von Einweg-Vapes zu fördern, fordert der VOEB ein österreichweites Cashback-System als Anreiz. Ein solches System für Altakkus ist bereits im aktuellen Regierungsprogramm verankert.
Das Gesundheitsministerium hat eine kurze Übergangsfrist von einigen Monaten angekündigt, während die Branche zuvor eine Frist von mehr als einem Jahr gefordert hatte. Im Nationalrat wurde zudem bereits ein Verbot von aromatisierten Tabaksticks beschlossen, das die strengen Regulierungen im Bereich Tabakprodukte weiter verschärft.


