Weihnachtsgeschäft in Österreich: Stabilität trotz wirtschaftlicher Herausforderungen
Das heimische Weihnachtsgeschäft ist voll angelaufen. Laut der Johannes Kepler Universität Linz bleiben die Ausgaben für Geschenke trotz der wirtschaftlichen Lage stabil. Die Onlineausgaben sollen jedoch leicht ansteigen. Auch die österreichische Post rechnet mit einem Anstieg der Paketmengen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Österreichische Verbraucher zeigen sich trotz eines von Krisen geprägten Jahres unbeeindruckt und bereiten sich auf ein festliches Weihnachten vor. Die Johannes Kepler Universität Linz (JKU) prognostiziert, dass die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr bei etwa 2,35 Milliarden Euro stagnieren werden, wie das Institut für Handel, Absatz und Marketing (IHam) anmerkt.
Obwohl ein Teil des Geldes im stationären Handel ausgegeben wird, bleibt das Online-Shopping eine bevorzugte Option. Laut einem Bericht von „orf.at“ sollen die Onlineausgaben im Weihnachtsgeschäft österreichweit von 460 Millionen Euro auf 480 Millionen Euro steigen.
3,5 Millionen Pakete in Niederösterreich erwartet
Mit dem zunehmenden Online-Einkauf steigt auch der Bedarf an Zustellungen. Ein Sprecher der österreichischen Post erläuterte, dass für dieses Jahr ein leichter Anstieg der Paketzahlen im Vergleich zum Vorjahr erwartet wird. Die Weihnachtssaison beginnt jedoch nicht erst im Dezember; bereits vor dem umsatzstarken Black Friday am 28. November werden die Paketmengen deutlich zunehmen. Auch im Januar wird die Nachfrage hoch bleiben, da viele Menschen ungeliebte Geschenke zurückgeben und Gutscheine einlösen.
Die Cure des Paketzuwachses zeigt sich besonders deutlich in Wien: „An einem normalen Tag im Jahr 2025 stellen wir im Schnitt 120.000 Pakete in Wien zu – im Dezember werden es fast 160.000 pro Tag“, so der Post-Sprecher. Um dieser hohen Nachfrage gerecht zu werden, plant die Post eine Aufstockung des Personals. In Wien werden rund 200 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Zustellung sowie in den Logistikzentren eingestellt, wobei die Planungen bereits im Hochsommer begonnen haben.
Die Verteilung der Pakete variiert je Bundesland erheblich. In Niederösterreich werden etwa 3,5 Millionen Pakete erwartet, während im Burgenland nur knapp 700.000 Pakete prognostiziert werden. „Das hängt natürlich unmittelbar mit der Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner – und damit der getätigten Online-Bestellungen – zusammen. Generell ist der E-Commerce sehr konjunktursensibel; die aktuelle wirtschaftliche Lage (Teuerung, Inflation, etc.) spiegelt sich auch in einem etwas gedämpften Konsum- und Bestellverhalten wider“, erklärt der Post-Sprecher.


