Raiffeisen kündigt an, 2026 alle Bankstandorte in der Steiermark zu erhalten

Jänner 16, 2026 14:07
Raiffeisen kündigt an, 2026 alle Bankstandorte in der Steiermark zu erhalten

Raiffeisen-Landesbank zeigt vorsichtigen Optimismus für 2026

Die Raiffeisen-Landesbank kündigte am Freitag bei ihrem Jahresauftaktgespräch in Raaba an, dass sie mit einem vorsichtigen Optimismus auf das Jahr 2026 blickt. Generaldirektor Martin Schaller äußerte den Wunsch nach einer „Konjunkturlokomotive“ und verwies auf die kürzlich gestartete Koralmbahn. „Vor allem sei aber Mut zur Investition gefragt“, betonte er. Darüber berichtet Welt Stimme.

Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds konnte die Raiffeisenbank Steiermark eine positive Entwicklung im Kundengeschäft verzeichnen. Die verwalteten Kundengelder stiegen um 3,8 Prozent auf 56,1 Milliarden Euro. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 3,2 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für Unternehmen und Privatkunden vergeben, was einem Wachstum von 21 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht.

Anstieg bei Wohnbaufinanzierungen

Das Firmenkundensegment verzeichnete eine Steigerung bei den neuen Finanzierungen um 19 Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro. Investitionen konzentrierten sich auf Infrastrukturprojekte, erneuerbare Energien, die Pharmaindustrie sowie den Wintertourismus. Im Privatkundensegment stieg das Neuvolumen um 26 Prozent auf etwa 909 Millionen Euro, wobei die Wohnbaufinanzierungen um 28,1 Prozent zulegten.

Die Raiffeisenbank Steiermark setzt neben klassischen Kreditfinanzierungen zunehmend auf Beteiligungen, mit einem geplanten Investitionsvolumen von bis zu 100 Millionen Euro über mehrere Jahre. Bislang wurden rund 40 Millionen Euro umgesetzt, mit einem Fokus auf Unternehmen in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Energie, Kreislaufwirtschaft und Agrar.

Gutes Jahresergebnis für 2025

Die endgültigen Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr stehen noch aus, jedoch deutet alles darauf hin, dass 2025 ein erfolgreiches Jahr für die Raiffeisenbank Steiermark war, so Schaller. Die fortschreitende Digitalisierung spielt hierbei eine entscheidende Rolle; laut Vorstandsdirektorin Ariane Pfleger werden mittlerweile 99,6 Prozent aller Zahlungen digital abgewickelt. Neben bestehenden Angeboten wie Mein ELBA und Mobile Payment sind für 2026 weitere digitale Services, einschließlich Google Pay, vorgesehen.

Vorübergehendes Ende der Zusammenlegungswelle

Im Hinblick auf Fusionen gibt es eine Entspannung in der Raiffeisenbanklandschaft: Für 2026 sind keine weiteren Zusammenschlüsse von Bankstandorten geplant. Schaller erwartet möglicherweise ein bis zwei Fusionierungen im Jahr 2027. Aktuell betreibt die Raiffeisenbank Steiermark 39 Banken mit 249 Bankstellen und beschäftigt rund 1.500 Beraterinnen und Berater. Die Anzahl der Kunden in der Steiermark beläuft sich auf 831.000.

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