Schlumberger eröffnet neue Produktionsstätte in Müllendorf mit vier Millionen Flaschen Sekt

Oktober 28, 2025 21:02
Schlumberger eröffnet neue Produktionsstätte in Müllendorf mit vier Millionen Flaschen Sekt

Am Dienstag, dem 27. Februar 2025, feierte die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH die große Eröffnung der neuen Produktionshalle im Industriegebiet Müllendorf. Die moderne Anlage, die nun als Europas fortschrittlichster Sektbetrieb gilt, produziert jährlich rund drei Millionen Liter Sekt und bietet Platz für knapp vier Millionen Flaschen. Politik und Wirtschaft zeigten sich einig in ihrem Lob für die Errungenschaft. Darüber berichtet Welt Stimme.

MÜLLENDORF. Der Umzug von Wien-Döbling nach Müllendorf erfolgt aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen. Am ehemaligen Standort sowie an einem zweiten in Bad Vöslau seien keinerlei Erweiterungen mehr möglich gewesen, erklärte Produktionsleiter Patrick Meszarits. Logistische Gesichtspunkte spielten ebenfalls eine entscheidende Rolle: „Durch die Verlagerung der Produktion können Transportwege effizienter gestaltet, Abläufe in Lagerung und Logistik verbessert und insgesamt rund 1.000 Lkw-Fahrten pro Jahr eingespart werden“, so Meszarits weiter. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit einer Leistung von 500 kWp trägt zur Energieversorgung der Produktion und Kühlung bei.

Umzug zum neuen Standort

Am 27. Februar 2025 rollte die letzte Flasche Schlumberger Sekt aus der Produktionsstätte in Wien-Döbling. Seit Mai wird die Produktion nun in Müllendorf auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern abgewickelt. Die Investitionskosten für das neue Werk belaufen sich auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. „Es ist das ideale Grundstück für unsere über 180 Jahre alte Tradition, an dem wir auch in 300 Jahren noch Sekt produzieren werden,“ erklärte Chief Marketing Officer (CMO) Florian Czink.

Der Areal in Müllendorf erstreckt sich über zwölf Hektar und bietet viel Potenzial für die Zukunft. Jährlich werden rund drei Millionen Liter Sekt produziert, und die Verwaltung plant, die ungenutzte Fläche für zukünftige Expansionen zu nutzen. Verbesserungen am neuen Standort sollen die Qualität des Produkts steigern, jedoch nicht zwangsläufig zu einer Preiserhöhung führen, so Meszarits.

30 neue Arbeitsplätze

Die Schlumberger-Zentrale bleibt in Wien-Döbling, jedoch konnte ein Großteil der Belegschaft, etwa 80 Prozent, an den neuen Standort mitgenommen werden. „Ein Shuttle holt unsere Mitarbeiter aus Wien vom Bahnhof ab und bringt sie nach Schichtende wieder zurück,“ berichtete Meszarits. Die Neueröffnung in Müllendorf schuf zudem 30 neue Arbeitsplätze.

Herausforderungen und Verzögerungen

Bereits 2017 stellte das Unternehmen das Projekt für eine neue Produktionsstätte in Müllendorf vor. Diskussionen über die Höhe der Halle sorgten jedoch für Verzögerungen beim Baustart, die nach Angaben von Meszarits Millionen kosten konnten. Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie führte dazu, dass das Unternehmen zunächst die bestehenden Arbeitsplätze sichern musste. Der Spatenstich fand schließlich erst im Juni 2023 statt.

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