Ende Februar 2026 waren beim AMS Tulln 2.614 jobsuchende Personen vorgemerkt, was einem Anstieg um 56 bzw. +2,2 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Darüber berichtet Welt Stimme.
BEZIRK TULLN. Berücksichtigt man auch die an Qualifizierung Teilnehmenden, ergibt sich eine Gesamtzahl von 3.091 Personen auf Jobsuche im Bezirk Tulln, was einem Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bei der Analyse nach Personengruppen zeigen sich Unterschiede: Die Zahl der ausländischen Staatsangehörigen fiel um 3,3 Prozent, während die Zahl der Jugendlichen um 4,9 Prozent stieg. Bei Frauen und Männern im Haupterwerbsalter gab es einen Anstieg von 1,1 Prozent, während die Gruppe der Personen über 50 Jahren um 3,1 Prozent wuchs.
Die Arbeitslosigkeit trifft insbesondere Frauen. Während die Zahl der arbeitslosen Männer um 0,5 Prozent sank, stieg die Zahl arbeitsloser Frauen um 6,4 Prozent. Die schrittweise Erhöhung des Pensionsantrittsalters für Frauen führt dazu, dass mehr Frauen zwar beschäftigt sind, jedoch auch mehr Frauen arbeitslos werden. Im Bezirk Tulln waren in der Altersgruppe der 60-Jährigen und älteren Frauen 1.053 in unselbstständiger Beschäftigung, was einen Anstieg um 244 bzw. 30,2 Prozent im Jahresvergleich bedeutet. Von diesen Frauen sind 56 von Arbeitslosigkeit betroffen, was einem Anstieg um 22 bzw. 65,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Unterstützung für Frauen notwendig
„Es ist sehr wichtig, Frauen bis zum Pensionsantritt in Beschäftigung halten zu können bzw. beim Wiedereinstieg ins Berufsleben zu unterstützen. Solange eine Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt nicht erreicht ist, werden wir im AMS weiterhin mehr als die Hälfte des Budgets für aktive Arbeitsmarktpolitik zur Unterstützung arbeitsuchender Frauen reservieren“, betont AMS-Tulln-Chef Hans Schultheis.
Ende Februar verzeichnete das AMS Tulln 592 freie Stellen, was einen Rückgang um 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat darstellt. Besonders auffällig ist der Rückgang auf dem Lehrstellenmarkt, wo mit nur 51 offenen Lehrstellen ein Minus von 36,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen ist.


