Symposium zur nachhaltigkeit in niederösterreich: fokus auf regenerativen tourismus und glaubwürdige umsetzung

Oktober 10, 2025 12:42
Symposium zur nachhaltigkeit in niederösterreich: fokus auf regenerativen tourismus und glaubwürdige umsetzung

Nachhaltigkeit im Tourismus: Drittes Symposium in Niederösterreich

Über 100 Branchenvertreterinnen und -vertreter diskutierten beim dritten Symposium der Niederösterreich Werbung im Naturparkzentrum Ötscher-Basis über glaubwürdige Nachhaltigkeit im Tourismus – mit konkreten Beispielen, Beratungen und Strategien für die Zukunft. Darüber berichtet Welt Stimme.

Das Symposium stellte zentrale Fragen zur nachhaltigen Ausrichtung des Tourismus: Was erwarten Gäste von nachhaltigem Tourismus? Wie können Betriebe und Regionen diese Erwartungen in konkrete Angebote umsetzen? Welche Kommunikationsstrategien sind nötig, um Nachhaltigkeit wirksam zu vermitteln? Diese Themen prägen die Diskussionen über die Zukunft des Tourismus in Österreich.

Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, betonte: „Nachhaltigkeit ist für uns Grundhaltung und Zukunftsstrategie, die sich durch alle Bereiche des Tourismus zieht. Unser strategisches Ziel ist ein regenerativer Tourismus, der mehr zurückgibt als er verbraucht, Ressourcen schont und Regionen stärkt.“ Er wies darauf hin, dass klare, messbare Schritte zur Umsetzung notwendig sind.

Regionale Verantwortung und wirtschaftliche Perspektiven

Nachhaltigkeit im Tourismus berücksichtigt ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte. Betriebe, die diesen Weg beschreiten, übernehmen Verantwortung für ihre Umgebung und stärken langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit. Andreas Purt, Geschäftsführer von Mostviertel Tourismus, sagte: „Es ist schön, dass das Symposium Nachhaltigkeit heuer wieder hier im Mostviertel stattgefunden hat – dort, wo wir über viele Jahre die Nachhaltigkeitskonferenz aufgebaut haben.“

Praxisbeispiele und Kommunikation ohne Greenwashing

Im ersten Themenblock wurden konkrete Maßnahmen zur Nachhaltigkeit vorgestellt, darunter Energieeffizienz, Wassersparen und Abfallwirtschaft, sowie Zertifizierungen wie das Österreichische Umweltzeichen. Der zweite Themenblock widmete sich der Kommunikation, wobei betont wurde, dass Nachhaltigkeit durch authentisches Storytelling und Transparenz vermittelt werden sollte, um Glaubwürdigkeit zu sichern und Greenwashing zu vermeiden.

Mobilität als Schlüssel zur Klimabilanz

Ein weiteres wichtiges Thema war die Anreise, die als größter CO₂-Faktor im Tourismus identifiziert wurde. Die Mariazellerbahn diente den Teilnehmern als umweltfreundliches Transportmittel. Ein neuer Leitfaden „Sanfte Tourismusmobilität in Niederösterreich“ wird Gemeinden und Unternehmen helfen, nachhaltige Mobilitätsangebote zu etablieren, inklusive sichtbarer Anreiseinformationen und Kooperationen mit regionalen Mobilitätsdiensten.

Individuelle Beratung für Betriebe

Erstmals wurden beim Symposium individuelle Beratungen angeboten. An sogenannten Impact Points standen Organisationen wie Natur im Garten, das Österreichische Umweltzeichen, klimaaktiv und das Gastgebercoaching der Tourismusdestinationen bereit, um gezielte Unterstützung und Antworten auf individuelle Fragen zu bieten.

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