Das Land Tirol stärkt die nachhaltige Transformation der regionalen Wirtschaft. Elf Betriebe erhalten 2025 Fördermittel für neue Nachhaltigkeitsassistentinnen und -assistenten. Insgesamt fließen 440.000 Euro in Qualifizierung, Klimaschutz und Zukunftskompetenz. Darüber berichtet Welt Stimme.
INNSBRUCK. Mit der Förderaktion „NachhaltigkeitsassistentIn“ unterstützt das Land Tirol heimische Betriebe bei der Umsetzung konkreter Umwelt- und Klimamaßnahmen. Im Rahmen einer Vergabe in den Räumlichkeiten der Standortagentur Tirol erhielten elf Unternehmen ihre Förderzusagen. Insgesamt stellt das Land im Jahr 2025 rund 440.000 Euro bereit, was ein Gesamtprojektvolumen von etwa 1,3 Millionen Euro auslöst.
Wirtschaftslandesrat Mario Gerber betont die strategische Bedeutung der Initiative. Nachhaltigkeitsassistentinnen und -assistenten könnten ein entscheidender Faktor sein, um ökologische Ziele mit wirtschaftlichem Erfolg zu verbinden. Gleichzeitig werde damit nachhaltiges Know-how direkt in den Tiroler Betrieben aufgebaut.
Förderung für Personal und Qualifizierung
Die Unterstützung erfolgt als nicht rückzahlbarer Einmalzuschuss und deckt bis zu 50 Prozent der förderbaren Kosten. Pro Betrieb sind maximal 40.000 Euro für Personal- und Qualifizierungsmaßnahmen vorgesehen. Gefördert wird die neu geschaffene Position einer Nachhaltigkeitsassistentin beziehungsweise eines Nachhaltigkeitsassistenten.
Diese Fachkräfte helfen Unternehmen und Tourismusverbänden unter anderem bei der Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien, beim Ausbau erneuerbarer Energien, bei Maßnahmen zur Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft sowie beim Aufbau und der Weiterentwicklung von Umweltmanagementsystemen. Auch interne Schulungen und die Aufbereitung von Nachhaltigkeitsthemen gehören zu ihren Aufgaben.
Begleitende Workshops der Standortagentur Tirol stellen sicher, dass das erworbene Wissen praxisnah im Betrieb angewendet wird.
Beispiel aus der Region: Tiroler Rohre GmbH
Zu den geförderten Unternehmen zählt auch die Tiroler Rohre GmbH mit Sitz in Hall in Tirol. Das Unternehmen produziert Lösungen für Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung und Energieinfrastruktur.
Die neue Nachhaltigkeitsassistenz arbeitet dort an der Weiterentwicklung des Energiemanagementsystems, identifiziert Einsparpotenziale in Produktion und Ressourcennutzung und betreut das Umweltmanagement. Zusätzlich werden Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen für die MitarbeiterInnen durchgeführt sowie Nachhaltigkeitsthemen intern und extern aufbereitet.
Innsbrucker Unternehmen profitieren
Auch Betriebe aus Innsbruck erhalten Fördermittel. Dazu zählen das inaq – Institut für Analytik und Qualität GmbH sowie die Sika Österreich GmbH.
Weitere Fördernehmer kommen aus unterschiedlichen Branchen und Regionen, darunter die A. Loacker Konfekt GmbH, die DAKA Entsorgungsunternehmen GmbH & Co.KG, die hollu Systemhygiene GmbH, die Planlicht GmbH & Co KG, die PM Peak Logistics GmbH, die REVITAL Integrative Naturraumplanung GmbH, die Single Use Support GmbH sowie die kdg holding GmbH.
Mehrwert für Wirtschaft und Umwelt
Für Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, liegt der Nutzen auf der Hand. Durch die Kombination aus Förderung und begleitender Qualifizierung entstehe praxisnahes Wissen, das direkt im Betrieb umgesetzt werden könne.
Das stärke sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der Tiroler Unternehmen als auch den Umwelt- und Klimaschutz in der Region.


