20 Jahre Twin City Liner: Pionierfahrt über die Donau
WIEN/INNERE STADT. Der Twin City Liner, der seit 20 Jahren die Verbindung zwischen Wien und Bratislava über die Donau ermöglicht, feierte sein Jubiläum. Bei der Feier wurde auch die dritte Generation des Schnellkatamarans angekündigt.
Der erste Twin City Liner startete am 1. Juni 2006 und war zunächst ein gewagtes Experiment. Heute hat sich die Verbindung zwischen den beiden Donaustädten etabliert, und es wurde bereits auf mehr als 2,5 Millionen Passagiere zurückgeblickt.
Das Projekt ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Wien Holding und der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, die jeweils 50 Prozent der Betreibergesellschaft Central Danube halten. Reinhard Karl, Generaldirektor-Stellvertreter der Raiffeisenlandesbank, betont den politischen Willen, die Centrope-Region zu verbinden.
Dritte Schiffsgeneration in Planung
Der technische Ingenieur Richard Anzböck beschreibt die Herausforderungen des Katamarans auf dieser Strecke, insbesondere die Längen- und Tiefgangsbeschränkungen. Die derzeitige Schiffsgeneration, die seit 2019 im Einsatz ist, meistert diese Bedingungen erfolgreich.
Für das Jahr 2029 ist eine neue Schiffsgeneration in Planung, die umweltfreundlicher sein soll. Dazu gehören leistungsschwächere Motoren, geringeres Gewicht und weniger Tiefgang. Die Kapazität von derzeit etwa 250 Passagieren bleibt aufgrund baulicher Gegebenheiten weitgehend unverändert.
Vier Millionen Passagiere im Blick
Karin Ramser, Geschäftsführerin der Wien Holding, sieht im Twin City Liner eine wichtige Verbindung für Wirtschaftsstandorte und Menschen. Sie strebt an, beim 30. Jubiläum den vier-millionsten Passagier zu feiern.
Einordnung
Die Einführung der neuen Schiffsgeneration wird dazu beitragen, die Umweltbilanz des Twin City Liner zu verbessern. Die anhaltend hohe Passagierzahl unterstreicht die Bedeutung dieser Verbindung für die regionale Mobilität.


