Versteckte Kosten bei Notdiensten in Wien: Arbeiterkammer macht Preisanalyse publik

Dezember 14, 2025 10:08
Versteckte Kosten bei Notdiensten in Wien: Arbeiterkammer macht Preisanalyse publik

Die Arbeiterkammer (AK) Wien hat einen Stichproben-Preismonitor bei Handwerkenden sowie Notdiensten in Wien durchgeführt, der hohe zusätzliche Kosten aufgrund von Anfahrten aufdeckt.

WIEN. Wenn abends plötzlich die Therme undicht wird oder man sich versehentlich aussperrt, können die Kosten schnell erheblich steigen. Der von der Arbeiterkammer Wien (AK) durchgeführte Preismonitor zeigt, dass Zusatzkosten für Anfahrt und gegebenenfalls zusätzliche Helfende oft im Kleingedruckten verborgen sind. Eine Analyse von 88 Betrieben liefert detaillierte Kostenübersichten.

Die Preisspanne für Aufsperrdienste aus dem eigenen Bezirk schwankt unter regulären Umständen zwischen 60 und 198 Euro. Fällt jedoch ein Malheur an einem Sonn- oder Feiertag um 22 Uhr an, steigen die Kosten auf 120 bis 220 Euro. Wenn der Dienst aus einem benachbarten Bezirk gerufen wird, belaufen sich die Preise selbst an Werktagen auf 94,80 bis 240 Euro.

Hohe Preise an Sonn- & Feiertagen

Die Preisunterschiede für Elektriker:innen sind ebenfalls signifikant. Während der Geschäftszeiten an Werktagen verlangen Fachkräfte zwischen 92,60 und 158 Euro pro Stunde. Hinzu kommen Anfahrtskosten von bis zu 118,80 Euro im eigenen Bezirk, in angrenzenden Bezirken können diese zwischen 50,65 und 120 Euro betragen.

Bis zu über 500 Euro Kosten bei Thermen

Besonders hohe Kosten entstehen, wenn die Therme nicht funktioniert. An Werktagen berechnen Werkskundendienste pro Stunde zwischen 120 und 204 Euro für Techniker:innen. Die Anfahrtskosten liegen unabhängig vom Bezirk zwischen 90 und 182 Euro.

Bei Einsätzen an Sonn- oder Feiertagen können sich die Preise verdoppeln: Die Stunde eines Technikers kostet dann zwischen 240 und 522 Euro, dazu kommen Anfahrtskosten von 180 bis 417,60 Euro.

Tipps der Experten

Die Arbeiterkammer Wien empfiehlt, nahegelegene Handwerker:innen zu wählen und Preise zu vergleichen. Insbesondere bei Notdiensten sollten Verbraucher:innen vorsichtig sein, da zuerst gelistete Firmen in Suchmaschinen nicht immer die besten Angebote haben. Es wird geraten, bereits am Telefon nach dem maximalen Preis zu fragen. Kostenvoranschläge müssen nur bezahlt werden, wenn zuvor auf diese Zahlungspflicht hingewiesen wurde.

Generell sind die Kosten im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen, insbesondere bei Maler:innen, deren Stundenlohn im Durchschnitt um etwa neun Prozent angehoben wurde. Darüber berichtet Welt Stimme.

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