Spatenstich für den Umbau des Recyclinghofs in Kramsach
Am 16. September 2026 erfolgte der Spatenstich für den Umbau des Recyclinghofs in Kramsach, an dem Vertreter der Gemeinden Kramsach, Brixlegg, Rattenberg und Radfeld teilnahmen.
Der Recyclinghof, der bisher von drei Gemeinden gemeinsam betrieben wurde, erhält durch die Aufnahme der Gemeinde Radfeld eine Erweiterung. Diese Maßnahme soll mehr Platz und einen verbesserten Service bieten. Hierfür wird ein angrenzender Schotterparkplatz genutzt.
Florian Jeram-Kofler, Geschäftsführer des Recyclinghofs, erklärt, dass die Anlieferung von Abfällen in Kramsach in den letzten Jahren zugenommen hat. Die Modernisierung zielt darauf ab, den Hof effizienter zu gestalten, wobei problematische Stoffe künftig durchgängig entsorgt werden können. Eine neue Ein- und Ausfahrt mit automatischer Registrierung soll zudem Staus bei der Anlieferung vermeiden.
Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 3,2 Millionen Euro, wovon 555.000 Euro aus Fördermitteln des Landes Tirol bereitgestellt werden. Die Modernisierungskosten werden entsprechend der Einwohnerzahl auf die vier Gemeinden verteilt. Verbandsobmann Andreas Gang betonte, dass ausschließlich lokale Unternehmen an dem Projekt beteiligt werden. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2027 geplant, wobei während der Bauarbeiten eine kontinuierliche Abfallentsorgung möglich bleibt, ausgenommen punktueller Sperrungen während der Verknüpfung der beiden Hofteile.
Im Jahr 2025 verzeichnete der Recyclinghof 96.735 registrierte Einfahrten und eine durchschnittliche wöchentliche Entleerung von 4,75 Containern für Holz und Sperrmüll. Bei Leichtverpackungen fanden wöchentlich fünf Containerwechsel statt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1.015 Entleerungen registriert.
Einordnung
Der Umbau des Recyclinghofs in Kramsach wird die Kapazitäten und den Service für die Bürger erheblich verbessern. Diese Entwicklung ist angesichts der steigenden Abfallmengen unerlässlich und trägt zur Optimierung der Abfallentsorgung in der Region bei.


