Am Internationalen Tag der Armut (17. Oktober) warnt die Volkshilfe Perg vor einer besorgniserregenden Entwicklung: Immer mehr Menschen sind auf Unterstützung angewiesen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Grundnahrungsmittel nicht mehr leistbar
„Wir erleben derzeit, dass uns immer mehr Menschen um Hilfe bitten, weil sie sich selbst einfache Grundnahrungsmittel wie Brot, Milch oder Reis nicht mehr leisten können. Besonders gegen Monatsende verschärft sich die Situation dramatisch. Viele müssen dann entscheiden, ob sie das wenige Geld für Lebensmittel, Strom oder dringend benötigte Medikamente ausgeben. Das ist eine zutiefst besorgniserregende Entwicklung“, so Schatz.
Deutlicher Anstieg an Hilfesuchenden
Seit Monaten verzeichnet die Volkshilfe einen spürbaren Anstieg an Hilfe suchenden Menschen. Die seit 2021 stark gestiegenen Preise für Lebensmittel und Drogeriewaren treffen laut Volkshilfe breite Bevölkerungsschichten, insbesondere Menschen mit geringem Einkommen, Alleinerziehende, Pensionistinnen und Pensionisten sowie Studierende. Auch die nach wie vor hohen Energiekosten würden zu Rückständen bei Energierechnungen führen, die viele ohne Unterstützung nicht mehr begleichen könnten.
Forderungen der Volkshilfe
Die Volkshilfe appelliert an die Regierung, „die Inflation endlich effektiv zu bekämpfen, besonders bei Lebensmitteln, Wohnen und Energie“. Als Vorschläge werden genannt: eine Preiskommission und Preistransparenzdatenbank bei Lebensmitteln, eine Deckelung bei Mietpreisanpassungen und eine rasche Umsetzung eines Sozialtarifs für Strom. Eine armutsfeste Sozialhilfe mit Mindest- statt Höchstsätzen ist ebenfalls eine zentrale Forderung der Volkshilfe. Ebenso eine rasche Umsetzung der Kindergrundsicherung.
Volkshilfe hofft auf Spenden
Da die Zahl der Hilfe suchenden Menschen weiterhin steige und der Bedarf entsprechend wächst, seien Spenden enorm wichtig, um die Grundversorgung vieler Betroffener sicherzustellen. Ab einer Spende in der Höhe von 50 Euro könne man zur „Heldin“ bzw. zum „Held“ werden, als Dankeschön gibt es ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Hödin“ bzw. „Höd“.


