Steirische Volkspartei setzt Fokus auf Wirtschaft und Infrastruktur im Jahr 2026
Die Steirische Volkspartei legt im Jahr 2026 besondere Schwerpunkte auf Wirtschaft, Arbeitsplätze und den Standort Deutschlandsberg. Bezirksparteiobmann Werner Amon sieht im Bezirk derzeit Grund für Optimismus. Darüber berichtet Welt Stimme.
DEUTSCHLANDSBERG. Trotz der allgemein schwierigen wirtschaftlichen Lage und einer eher trüben Stimmung zeigt ein Blick auf die Zahlen im Bezirk Deutschlandsberg eine positive Entwicklung, so Amon. Im Jahr 2024 stieg die Anzahl der aktiven Kammermitglieder um 1,77 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Gründungen neuer Unternehmen sind ebenfalls gestiegen: 2024 wurden 279 neue Betriebe gegründet, was einem Anstieg von 10,28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Unternehmen in der Region West- und Südsteiermark erwirtschafteten im Jahr 2023 eine Wertschöpfung von 6,896 Milliarden Euro – ein Anstieg von 9,15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Amon äußert sich begeistert über diese „beachtliche Zahl“. Auch im Tourismus verzeichnete die Region eine Zunahme bei Ankünften und Nächtigungen. Lukrativer als die Statistik zur Arbeitslosigkeit, die Amon als allgemeines Phänomen beschreibt, da Unternehmen versuchen, Personalkosten zu senken.
„Insgesamt können wir einen sehr positiven Trend beobachten, der Anlass für Optimismus gibt. Hinzu kommt die Koralmbahn, die in den kommenden Jahren der wesentliche Treiber sein wird.“
Werner Amon, Bezirksparteiobmann der Steirischen Volkspartei
Infrastruktur und Verkehrsverbindungen müssen verbessert werden
Amon hebt die Bedeutung der verkehrstechnischen Anbindungen der Gemeinden zur Koralmbahn hervor und betont, dass hier Aufholbedarf besteht. Die Gemeinden sind nun gefordert, eine gute Verbindung zwischen dem Bahnhof Groß St. Florian und dem Bahnhof Weststeiermark zu schaffen. Es gibt bereits Pläne für autonom fahrende Kleinbusse in diesem Bereich.
„Ein Thema, bei dem ich als regionaler Mandatar Druck auf die Landesregierung ausüben muss, ist der Bau der L601 von Wettmannstätten zum Bahnhof Weststeiermark“, erklärt Amon. Er erwartet, dass das laufende Jahr genutzt wird, um die Planungen abzuschließen, und dass 2027 mit dem Bau des letzten Abschnittes begonnen werden kann. „Das muss einfach gemacht werden, weil es für viele Unternehmen eine Bedingung ist, um sich im Koralmpark anzusiedeln“, ergänzt er.
Der Bahnhof Weststeiermark wirkt derzeit wie ein „Geisterbahnhof“, da die nötige Infrastruktur fehlt. Bezirksparteiobmann Amon plant, bald mit Bgm. Johann Posch und LR Karlheinz Kornhäusl nach Wien zu fahren, um Gespräche mit der ÖBB zu führen. Zudem soll auch der Gesundheitslandesrat einbezogen werden, da der Standort möglicherweise für medizinische Zwecke interessant sein könnte.
Amon betont zudem die Notwendigkeit, das Landesbudget in Ordnung zu bringen. „Wir erwarten uns für den Herbst große Ambitionen aller Ressorts. Es geht nicht anders, wir müssen einfach aufhören, Schulden zu machen“, unterstreicht er. Persönlich hält er beispielsweise eine Teilprivatisierung der Energie Steiermark für notwendig.


