Die heimische Wirtschaft zeigt sich optimistisch, steht jedoch vor Herausforderungen wie Bürokratie, einem schlechten Image der Lehre und einem Mangel an Fachkräften. Dies wurde beim Neujahrsempfang der WKNÖ-Außenstelle Klosterneuburg deutlich. Darüber berichtet Welt Stimme.
Neujahrsempfang der WKNÖ-Außenstelle Klosterneuburg
KLOSTERNEUBURG. Am vergangenen Donnerstag fand der traditionelle Neujahrsempfang der WKNÖ-Außenstelle Klosterneuburg in der Babenbergerhalle statt, wo 380 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft anwesend waren. Der Optimismus, der während des Empfangs spürbar war, beruht auf handfesten Fakten, wie der Obmann der Außenstelle Markus Fuchs und Außenstellenleiter Friedrich Oelschlägel im Gespräch erläuterten. Fuchs betonte, dass im vergangenen Jahr mehr Firmengründungen als 2024 verzeichnet wurden: „Die Wirtschaft ist hier eigentlich zufrieden.“
Attraktivität des Standorts
In der Babenbergerstadt gibt es kaum Leerstände, was die Beliebtheit des Standorts unterstreicht, wie die zahlreichen Anfragen von Firmen belegen, die sich ansiedeln möchten. Allerdings, so Oelschlägel, ist der Platz begrenzt, was insbesondere auf die Topographie der Stadt zurückzuführen ist. Der Wortlaut „eigentlich“ wurde dabei bewusst gewählt, da zahlreiche Herausforderungen bestehen.
Fuchs berichtete, dass Unternehmer an die WKNÖ herantreten und mitteilen, dass sie mittlerweile bis zu 50 % ihrer Arbeitszeit mit bürokratischen Anforderungen verbringen müssen. Die WKNÖ plant, dieser Regelwut entgegenzuwirken, indem sie eine spezielle Plattform für Mitglieder einrichtet, auf der besonders belastende Fälle gemeldet werden können.
Problematik der Lehre
Ein weiteres zentrales Thema ist die Berufsausbildung, die nach wie vor unter einem schlechten Image leidet. Dies führt dazu, dass sich zu wenige junge Menschen für diesen Bildungsweg entscheiden, während Lehrlinge zunehmend gesucht werden. Positiv hervorzuheben ist, dass in Klosterneuburg immer wieder neue Ausbildnerbetriebe entstehen. Fuchs erklärte: „Wenn ich keine Fachkräfte finde, bilde ich sie eben selber aus.“
Er wies jedoch darauf hin, dass die geburtenschwachen Jahrgänge dazu führen, dass Lehrlinge immer knapper werden. Etwa jeder zweite Betrieb leidet unter einem Mangel an Mitarbeitern. „Vollzeit arbeiten zu gehen, muss attraktiver werden“, forderte Fuchs. Lobend erwähnten beide das gute Verhältnis zur Bezirkshauptmannschaft, mit der man positiv und lösungsorientiert zusammenarbeitet.
Wichtige Veranstaltungstermine
Die wichtigsten Business-Termine im Überblick:
Babenberger Business Ball: Am 28. Februar 2026
Girls Day: 23. April
Frühlingserwachen: 23. bis 26. April
Lange Nacht der Wirtschaft: 10. Juni – Diese beliebte Veranstaltung im Innenhof der WKNÖ-Außenstelle Klosterneuburg wurde im vergangenen Jahr aufgrund eines Amoklaufs in Graz abgesagt.


