STAINZ. Die Entwicklung im Erzherzog-Johann-Markt nimmt Fahrt auf: Am Dienstag präsentierten Birgit und Wolfgang Wieser im Technologiezentrum grundlegende Daten zum aktuellen demographischen, wirtschaftlichen, touristischen, arbeits-technischen und infrastrukturellen Zustand. Das Unternehmensberaterteam betonte die Notwendigkeit einer vorausschauenden Zusammenarbeit zwischen Bürgerschaft, Gemeindeverwaltung, Unternehmen, Organisationen und Vereinen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Teilnehmer wurden aktiv in die Präsentation einbezogen, indem sie ihre Erwartungen über QR-Codes mitteilen konnten. Die Reaktionen fielen überwiegend positiv aus mit Begriffen wie „interessiert“, „neugierig“ oder „will mitgestalten“. Der Präsentation war ein Workshop im Juli vorausgegangen, der die Teilnehmer auf das Thema vorbereitete. „Es geht darum, Chancen und Stärken zu erkennen und einzubringen“, erläuterte WB-Obmann Bernhard Lazarus den Gästen, darunter Bürgermeister Karl Bohnstingl und Konsul Manfred Kainz.
Die Grußworte
„Wir haben strategisch nachgedacht“, erinnerte Manfred Kainz daran, dass Unternehmen nicht nur Kommunalsteuern zahlen, sondern auch durch ihre Mitarbeiterschaft Kaufkraft in die Gemeinde bringen. Er äußerte den Wunsch, dass der Saal voller gewesen wäre, da das Ziel sein müsse, die bestehenden 586 Betriebe in Stainz durch weitere Unternehmen zu vergrößern. „Stainz ist der erste Ort im Bezirk, der diese Untersuchung durchführt“, hoffte er auf ein gemeinsames und effektives Vorgehen.
„Wir haben gute Betriebe in unserem Ort“, stellte Bürgermeister Karl Bohnstingl die Zusammenarbeit der Gemeinde an den geplanten Aktionen heraus. Mit einem Verweis auf Kinderbetreuung, Schulen und Spielplätze betonte er die Vorteile für junge Familien. „Im Gewerbepark kann zusätzliche Fläche zur Verfügung gestellt werden“, so auch sein Appell auf Zuzug neuer und die Expansion bestehender Betriebe. Bezüglich der aktuellen Wirtschaftslage bemerkte er: „Auch die gegenwärtige Flaute wird vorübergehen.“
Pro-/Con-Auflistung
Birgit und Wolfgang Wieser beleuchteten den Standort Stainz anhand zahlreicher Daten. Aspekte wie die Anzahl der Arbeitsplätze, die Branchenaufteilung, die Bedeutung des Tourismus, Übernachtungen, Wirtschaftskraft, Pendlerbewegungen, Bevölkerungsentwicklung, die Aufgliederung der Erwerbstätigkeit, der Bildungsgrad, die durchschnittliche Kinderzahl pro Familie und der Verdienst wurden detailliert analysiert.
In einer Matrix der Potenziale und Herausforderungen konnten die Teilnehmer ablesen, wo Stainz stärkt und wo andere Orte besser schneiden. Zu den positiven Aspekten zählen die erfreuliche Bevölkerungsentwicklung, ein attraktiver Wirtschaftsmix, eine niedrigere Arbeitslosenquote im Vergleich zum Bezirk und hohe Lebensqualität. Negative Aspekte beinhalten hingegen eine hohe Bebauungsdichte, einen großen Anteil an Pensionisten sowie Herausforderungen im Tourismus und der Ortskernentwicklung.
Nächste Schritte folgen
Über eine Videowand wurden weitere Ideen von den Teilnehmern abgefragt. Dabei wurden Vorschläge übermittelt, wie man Angebote für Jugendliche sichtbarer machen, den Schulstandard erhöhen, das Bewusstsein für Handwerksberufe stärken und eine Bildungsmesse organisieren könne. Wie wird das Projekt weitergeführt?
Der Wirtschaftsbund wird, wie Obmann Bernhard Lazarus zusicherte, in kommenden Terminen mit allen Ansprechpartnern Schritte zur Verbesserung in den genannten Bereichen einleiten. Basierend auf den über QR-Code erfassten Erkenntnissen (guter Input, Erkennen von Möglichkeiten, interessante Ansätze etc.) kann sich das Projekt nur positiv entwickeln.


