Die Wirtschaftskammer-Regionalstelle Bruck-Mürzzuschlag veranstaltete am Donnerstag den traditionellen Neujahrsempfang unter dem Motto „Allianz des Wachstums“.
Darüber berichtet Welt Stimme.
BRUCK-MÜRZZUSCHLAG. Die Herausforderungen der heimischen Wirtschaft sind laut jüngsten Nachrichten alarmierend. Zahlreiche Unternehmen stehen vor dem Aus, und tägliche Insolvenzmeldungen zeugen von einem kritischen Zustand.
WKO setzt auf Optimismus
Josef Herk, Präsident der steirischen Wirtschaftskammer, äußerte in seiner Rede nach der Begrüßung durch Regionalstellenobmann Thomas Marichhofer, dass die WKO „dem Optimismus verpflichtet“ sei. Herk stellte fest: „Wir erleben gerade äußerst herausfordernde Zeiten. Seit drei Jahren herrscht Rezession, die längste Phase seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Umso wichtiger ist es jetzt, entschlossen zu handeln und das gemeinsam zu tun. Wir sehen für das Jahr 2026 bereits jetzt, dass es wieder leicht aufwärtsgeht. Diesen Schwung wollen wir mitnehmen und dieses zarte Pflänzchen des Wachstums, das es derzeit noch ist, gut pflegen.“ Diese Feststellung vermittelt einen Hoffnungsschimmer für die Zukunft der Wirtschaft im Land.
Herk betonte, dass das Motto der Veranstaltung, „Allianz des Wachstums“, den notwendigen Zusammenhalt widerspiegle, um eine starke und international vernetzte sowie regional ausgeglichene Steiermark zu erreichen. Dabei sei es entscheidend, die richtigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu schaffen. Impulse dazu kamen von Josef Herk und Karl Hartleb, Geschäftsführer des Internationalisierungscenters Steiermark (ICS).
WKO als Unterstützer der lokalen Wirtschaft
Regionalstellenleiterin Martina Romen-Kierner präsentierte den Anwesenden aktuelle Daten aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Dieser belegt im industriellen Sektor eine Spitzenposition innerhalb der Steiermark, nimmt jedoch bei den Dienstleistungen, insbesondere in der Digitalisierung, einen hinteren Platz ein. Hier reicht es nur für Platz elf im Rankingsystem.
Die Leistungsbilanz der WKO für das vergangene Jahr zeigt, dass insgesamt 4.973 Servicefälle bearbeitet wurden, darunter 610 Gründerberatungen und 568 Veranstaltungsteilnehmer. Die Gesamtkontaktquote lag bei 35,2 Prozent, was ein Zeichen für die rege Teilnahme an den angebotenen Dienstleistungen darstellt.
Romen-Kierner sieht die Rahmenbedingungen im Bezirk als positiv an, insbesondere aufgrund der Lage an der neu gestalteten Südbahn, was beispielsweise den Semmeringsbasistunnel und Koralmtunnel einschließt. Zudem bietet die Region gute Bildungsmöglichkeiten und Innovationskapazitäten, insbesondere durch Einpendler. Ein besonderes Wachstumspotenzial wird im Dienstleistungsbereich erwartet.
Erfahrungsberichte von Unternehmern
Während des Neujahrsempfangs hatten auch Unternehmer die Gelegenheit, ihre Erfahrungen bezüglich Wachstumsstrategien zu teilen. Unter den Rednern waren Christian Prammer (Geschäftsführer FMG Fahrzeugbau-Maschinenbau GmbH), Florian und Tanja Deutschmann (Taflo OG), Bernd Ekhart (Geschäftsführer Pankl Aerospace Systems Europe GmbH) und Harald Holzgruber (CEO Inteco Holding GmbH).


