Eine neue Erhebung zeigt, dass die Schulden der Wiener Gemeinden im Jahr 2023 pro Kopf bei 5.277,80 Euro liegen. Dies bedeutet, dass die Bürgerinnen und Bürger von Wien eine erhebliche finanzielle Belastung tragen müssen. Die Stadt Wien verzeichnete insgesamt 10,17 Milliarden Euro Verbindlichkeiten auf ihrer Bilanz. Damit steht Wien auf dem zweiten Platz unter den Landeshauptstädten, lediglich Graz hat mit 5.693,10 Euro pro Einwohner einen höheren Schuldenstand. Wichtig zu beachten ist, dass die Stadt Wien als eigenes Bundesland weitere Ausgaben, insbesondere im Gesundheitswesen, tragen muss. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Schwierigkeiten, mit den Einnahmen auszukommen, sind nicht nur für die privaten Haushalte, sondern auch für die Städte und Gemeinden in Österreich eine Realität. Viele von ihnen können ohne Schulden nicht operieren. Dies zeigt eine aktuelle Analyse der Daten von Statistik Austria, die von der „APA“ aufbereitet wurde. Allerdings ist zu beachten, dass diese Zahlen nicht den aktuellsten Stand widerspiegeln, da der letzte verfügbare Datensatz aus dem Jahr 2023 stammt.
Um die Schulden pro Kopf zu ermitteln, wurde die Gesamtverschuldung der Gemeinden durch die Anzahl der Einwohner zum Jahr 2021 dividiert. Das Resultat dieser Berechnung ist der Schuldenstand von 5.277,80 Euro pro Person, der die finanzielle Situation der Stadt Wien widerspiegelt.
Graz nimmt die Spitzenposition ein
Obwohl mehr als 5.200 Euro Schulden pro Kopf auf den ersten Blick relativ moderat erscheinen, zeigt ein Vergleich mit den anderen Landeshauptstädten, dass nur Graz mit 5.693,10 Euro Schulden pro Einwohner höhere Werte aufweist. Allerdings ist Wien nicht nur Stadt, sondern auch ein eigenständiges Bundesland, weshalb die Stadt zusätzliche Aufwendungen, wie die Finanzierung des Spitalsystems, tragen muss, die in anderen Städten von den Bundesländern übernommen werden. Im Jahr 2023 bewegten sich die Pro-Kopf-Schuldenstände in anderen Landeshauptstädten wie folgt:
- Graz: 5.693,10 Euro Schulden pro Einwohner
- Stadt Linz: 3.615,20 Euro
- St. Pölten: 2.886,70 Euro
- Bregenz: 2.633,40 Euro
- Eisenstadt: 1.625,90 Euro
- Klagenfurt Stadt: 1.352,50 Euro
- Innsbruck-Stadt: 1.217,20 Euro
- Salzburg: 121,90 Euro
Besonders hervorzuheben ist, dass die am stärksten verschuldete Gemeinde in Österreich im Jahr 2023 Warth in Vorarlberg war. Hier hatten die 164 Einwohner durchschnittlich 43.957 Euro an Gemeindeschulden. Demgegenüber gibt es jedoch auch Kommunen, die völlig schuldenfrei sind, wie Zillingtal (Burgenland), Mitterberg-St. Martin (Steiermark) oder Paternion (Kärnten).


