Wiener Trabrennverein plant Rückkehr zu alter Stärke durch neue Renntage und Kommunikationsstrategien

Oktober 23, 2025 01:42
Wiener Trabrennverein plant Rückkehr zu alter Stärke durch neue Renntage und Kommunikationsstrategien

Die Absage des „Theodor Mautner Markhof Gedenkrennens 2025“ am Sonntag, 26. Oktober, aufgrund unzureichender Nennungen stellt eine beträchtliche Herausforderung für den Wiener Trabrennverein (WTV) dar. Lediglich drei Meldungen wurden bis zum Stichtag registriert, wodurch das Rennen nicht durchgeführt werden kann. Um die Situation zu entschärfen, plant der WTV ein Ersatzrennen, vorausgesetzt es gibt mindestens fünf Nennungen. Darüber berichtet Welt Stimme.

Der Wiener Trabrennverein, der seit 1874 besteht und im Vorjahr sein 150-jähriges Bestehen feierte, sieht sich einem Rückgang der Nennungen gegenüber, der zum Teil auf einen schrumpfenden Bestand an Trabrennpferden zurückzuführen ist. Jährlich finden auf der Rennbahn in der Krieau zwischen 20 und 25 Renntage mit insgesamt bis zu 700.000 Euro an Preisgeldern statt. Diese Entwicklungen sind auch eine Folge der wirtschaftlichen Einbußen während der Covid-19-Pandemie, als vier Rennen abgesagt und sechs unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt werden mussten.

Strategien zur Steigerung der Nennungen

Um dem Rückgang der Teilnehmerzahlen entgegenzuwirken, plant der WTV, seine Kommunikationsstrategien zu verbessern und an Renntagen neue Angebote zu schaffen. WTV-Präsident Peter Truzula äußerte in einem kürzlichen Interview Besorgnis über die Situation und betonte die Notwendigkeit einer stärkeren Präsenz in sozialen Medien, um einen „Kreislauf“ von Aufmerksamkeit und gesteigertem Interesse am Trabrennsport zu initiieren.

Die Initiativen des WTV umfassen unter anderem Live-Interviews, ein erweitertes gastronomisches Angebot sowie Attraktionen wie Stall- und Tribünenführungen, die darauf abzielen, ein jüngeres Publikum zu gewinnen und zu begeistern.

Neuer Eigentümer und die Kontinuität der Pacht

In der letzten Zeit gab es auch Veränderung im Eigentum der Trabrennbahn: Der Immobilienentwickler „Value One“ hat 50 Prozent der Bahn an ein Tochterunternehmen der Strabag AG und weitere 25 Prozent an die Wohnbauvereinigung GPA (WBV-GPA) verkauft. Der Pachtvertrag, der erstmals 1918 mit der Stadt Wien geschlossen wurde, läuft alle 25 Jahre und kann laut WTV einseitig verlängert werden. Die letzte Verlängerung erfolgte 2016, sodass der Vertrag zumindest bis 2041 besteht.

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