Vitalhof Roithinger: frisch übernommener Ferienhof plant Weinanbau ab 2028

August 4, 2025 16:12
Vitalhof Roithinger: frisch übernommener Ferienhof plant Weinanbau ab 2028

Der Vitalhof Roithinger steht im Zeichen des Wandels. Die zweite Generation hat das Zepter übernommen und bringt frischen Wind in das Unternehmen.

SCHLÜSSLBERG. Nicolas Roithinger, der zusammen mit seinen Eltern den Vitalhof Roithinger unter dem Motto „Urlaub am Land“ führt, hat die Geschäfte von den Großeltern übernommen. Der 24-Jährige sieht viele Vorteile darin, in der neuen Position als junger Mensch Innovationen voranzutreiben. „Mein Schwerpunkt lag gleich zu Beginn auf der Digitalisierung – von der Gästekommunikation bis zur Buchungsseite. Früher wurde dies oft vernachlässigt. Jetzt sind wir wesentlich besser aufgestellt“, erklärt Roithinger. Seine Ausbildung an der HTL Grieskirchen sowie seine vorherige Tätigkeit als Programmierer kommen ihm dabei zugute. Die Selbständigkeit in seiner neuen Rolle genießt er, auch wenn er nun mit erhöhter Verantwortung konfrontiert ist. „Ich kann meine eigenen Ideen einbringen, ohne in vielen Meetings diskutieren zu müssen. Zudem habe ich in einem gewissen Rahmen zeitliche Flexibilität, allerdings bringt das auch viel Verantwortung mit sich“, sagt er. Auch im Bereich Buchhaltung habe er viel gelernt. „Man muss das verfügbare Budget gut im Griff haben, darf nicht übermütig werden, muss gleichzeitig aber auch ständig Innovationen umsetzen.“

Ab 2028 wird Wein produziert

Eine der spannendsten Neuerungen des Vitalhofes ist der Weinbau, der derzeit auf den Feldern des Hofes realisiert wird. Die Idee dazu kam Roithinger bei einem Ausflug in die Südsteiermark, nach umfangreicher Recherche setzte er den Plan schnell um. „Wein in Oberösterreich entwickelt sich zu einem großen Thema. Für diejenigen, die bereits in diesem Bereich aktiv sind, läuft es momentan sehr gut“, verrät er. Der Wein soll ab 2028 am Hof verkostet werden, zusätzlich zum bereits selbst produzierten Schnaps, Most und Apfelsaft. Damit sind die Pläne jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Ob Ferienwohnungen oder Hochzeitslocation – in Schlüßlberg bleibt es spannend.

Fokussierung auf Familien und Thermengäste

Die Hauptzielgruppe des Vitalhofs sind laut Roithinger Familien mit Kindern. Darüber hinaus kommen oft ältere Menschen, die den Bauernhof als Rückzugsort nutzen. „In der Sommersaison sind wir immer komplett ausgebucht. Viele Gäste kommen wegen der Aktivitäten rund um den Bezirk“, so Roithinger. Im Winter gibt es kleinere Lücken, aber Therma-Gäste suchen den Vitalhof in den kalten Monaten auf: „Die Therme in Bad Schallerbach spielt für uns eine wichtige Rolle. Es gibt Gäste aus Deutschland und sogar aus Tschechien, die die Therme besuchen und bei uns übernachten.“ Was die Gäste am Vitalhof begeistert? „Von außen betrachtet ist es ein uriger, aber sehr gut erhaltener Ferienort, wo die Leute entspannen und dem Stress der Stadt entkommen können. Sie schätzen zudem das familiäre Klima“, erklärt Roithinger abschließend. „Das Schöne für mich ist einfach das Arbeiten in einem echten Familienbetrieb.“

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