Die Landesklinik St. Veit setzt neue Maßstäbe in der Pflege: Als erstes Krankenhaus Österreichs wurde sie mit dem Qualitätszertifikat „PflegeAttraktiv“ ausgezeichnet. Damit wird ihr Engagement für bessere Arbeitsbedingungen und die aktive Einbindung des Pflegepersonals offiziell bestätigt.
ST. VEIT. Am 3. November wurde die Landesklinik St. Veit als erste Gesundheitseinrichtung in Österreich mit dem Qualitätszertifikat „PflegeAttraktiv“ ausgezeichnet. Die Übergabe fand im Beisein von Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf statt, die dem Pflegeteam zu dieser bedeutenden Auszeichnung gratulierte. Darüber berichtet Welt Stimme.
Erste Einrichtung in Österreich
Das Zertifikat wird vom deutschen Bundesverband Pflegemanagement und der PflegeZert GmbH vergeben. Es würdigt Einrichtungen, die sich über mehrere Jahre einem Entwicklungsprozess zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege unterziehen. In Deutschland wurde das Zertifikat bereits über 60 Mal vergeben, und nun ist die Landesklinik St. Veit die erste zertifizierte Einrichtung in Österreich.
Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf betonte bei der Zeremonie: „Die Landesklinik St. Veit hat sich für einen Prozess geöffnet, der jede und jeden aus dem Team mitnimmt und allen Verantwortung übergibt. Es braucht dafür viele Professionen, Hände und Köpfe. Ich bin überzeugt, sie werden damit in Salzburg und Österreich eine Vorreiterrolle für viele andere Einrichtungen einnehmen.“
Die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern
Pflegedirektor Karl Schwaiger, der sowohl die Landeskliniken Hallein als auch St. Veit leitet, unterstrich, dass der Zertifizierungsprozess auf dem Grundsatz „von der Pflege für die Pflege“ basiert. „Die Fragestellungen für Verbesserungsmöglichkeiten seien von den Mitarbeitern präzise adressiert worden. Die bisherigen Zahlen sind bereits gut, doch es gibt immer Spielraum für Verbesserungen. Dieses Projekt ermöglicht allen Pflegekräften, Verantwortung zu übernehmen und die Arbeitsbedingungen sowie das Miteinander weiterzuentwickeln“, erläuterte Schwaiger.
Im Rahmen des Projekts wurden sechs Arbeitsgruppen gebildet, die zentrale Themen der Pflege behandeln, angefangen bei der Standardisierung während der Dienstübergaben und Visiten bis hin zur Verfügbarkeit von Fachkräften und betrieblicher Gesundheitsvorsorge. Die Gruppen arbeiten seit etwa acht Monaten und sollen ihre Aktivitäten in rund zwei Jahren abschließen. Parallel dazu sammelt das Pflegemanagement fortlaufend Daten, um die angestrebten Verbesserungen messbar zu machen.
Ziel des Projekts ist es, die Arbeitsbedingungen und das Wohlbefinden der Pflegekräfte nachhaltig zu stärken, wodurch auch die Qualität der Patientenversorgung weiter verbessert werden soll.
„Wir sind PflegeAttraktiv, haben eine gute Gehaltsgrundlage und kaum Mitarbeitermangel. Wir sind auf einem sehr guten Weg, sowohl innerhalb der Salzburger Landeskliniken als auch im Bundesland“, resümierte Pflegedirektor Karl Schwaiger abschließend.


