Die regionale Wirtschaftskammer hat kürzlich Markus Horn für seine unternehmerische Leistung ausgezeichnet. Der Unternehmer aus Ratten setzt seit 40 Jahren auf Investitionen, auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Diesen Kurs verfolgt er gegenwärtig mit einer Großinvestition.
RATTEN. Der Obmann der regionalen Wirtschaftskammer, Bernhard Stranzl, und Regionalstellenleiter Andreas Schlemmer besuchten kürzlich Ratten, um Markus Horn, der im Vorjahr den Regionalitätspreis im Bezirk Weiz erhielt, zu ehren. Horn leitet einen regionalen Betrieb, spezialisiert auf Metallverarbeitung, und beschäftigt zurzeit über 100 Mitarbeitende.
Horn hat das Unternehmen seit 1985 von einem kleinen Handwerksbetrieb zu einem international gefragten Technologie- und Fertigungspartner entwickelt. „Heute arbeiten wir für internationale Kunden an schweißtechnisch anspruchsvollen Lösungen sowie an komplexen mechanischen Bauteilen bis zu Gesamtanlagen, die vorwiegend europaweit und darüber hinaus auch weltweit im Einsatz sind“, erklärte Horn.
Mut und Investitionswille als Geheimnis
Der Unternehmer betont, dass man Herausforderungen stets mit Mut begegnet sei. Laut Horn stehlen große Meilensteine häufig ihren Ursprung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
„Gerade dann, wenn viele Unternehmen bremsen oder abwarten mussten, haben wir bewusst Chancen genutzt, investiert und den Blick nach vorn gerichtet. Diese Investitionsfähigkeit – getragen von Mut und wirtschaftlicher Stärke – hat sich über Jahrzehnte hinweg als wesentlicher Erfolgsfaktor erwiesen.”
Markus Horn
So realisierte das Unternehmen während der Wirtschaftskrise von 2008 bis 2012 das bislang größte Projekt in seiner Geschichte: unter anderem neue Fertigungsmöglichkeiten für sehr große Bauteile und die Errichtung einer Lehrwerkstätte.
Bewusst nachhaltig
Auch in den Jahren um 2020 wurde trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten infolge der Corona-Pandemie gezielt in Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Digitalisierung investiert. Laut Horn führen diese Maßnahmen zu einer jährlichen CO₂-Einsparung von rund 615 Tonnen – durch Eigenstromerzeugung, Wärmerückgewinnung und moderne Lüftungsanlagen mit 100 Prozent Frischluft in allen Hallen.
Aktuell initiiert Horn ein weiteres Großprojekt: Im Fokus stehen neue Maschinen für den Zuschnitt und die mechanische Bearbeitung, die nicht nur für das Unternehmen neu sind, sondern auch in dieser Sparte österreichweit Seltenheitswert hätten. Eine der Anlagen wurde als erste ihrer Art in Österreich in Betrieb genommen. Zudem wurde die Photovoltaikanlage von 612 kWp auf etwa 1.000 kWp erweitert.
„Moderne Unternehmensführung bedeutet, das Ufer zu erahnen – nicht erst zu reagieren, wenn es bereits sichtbar ist. Dazu kommen Mut zu Investitionen, technisches Verständnis, ein offenes Ohr für Mitarbeiter und die Bereitschaft, Veränderungen aktiv zu gestalten.“
Markus Horn
8,5 Millionen für noch mehr Qualität und Effizienz
Mit einem Investitionsvolumen von etwa 8,5 Millionen Euro werden Produktionskapazitäten sowie Energieeffizienz und logistische Abläufe nachhaltig gestärkt. Ziel ist es, Qualität, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit langfristig abzusichern und den Standort zukunftsfit zu machen.
Ein zentraler Aspekt der Unternehmenspolitik ist die Regionalität und das Team. „Der Standort wird gezielt weiterentwickelt – getragen von Menschen vom Lehrling bis zur Führungskraft und einem klaren Verantwortungsbewusstsein gegenüber kommenden Generationen. Ein sichtbares Zeichen dafür ist die eigene Lehrwerkstätte unter dem Leitspruch ‚Hier beginnt unser Erfolg‘. Rund 80 Prozent der Facharbeiter stammen aus der eigenen Lehrlingsausbildung.“
Darüber berichtet Welt Stimme.


