Wirtschaftsausblick für 2026: Positive Signale für Korneuburg nach Pandemie und Hochwasser

Feber 2, 2026 14:30
Wirtschaftsausblick für 2026: Positive Signale für Korneuburg nach Pandemie und Hochwasser

Die Wirtschaftskammer Niederösterreich sendet nach Pandemie- und Hochwasserzeiten für das Jahr 2026 wieder positive Signale.

STOCKERAU. „Laut Wirtschaftsforschern und dank Maßnahmen der Regierung ist eine Erholung in Aussicht“, äußerte sich WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser optimistisch zur Zukunft. Er führte konkrete Zahlen an, die das jährlich Ersparte an Energie demonstrieren: Friseure sollen 500 Euro, Tischler 2.100 Euro und Bäckereien 2.500 Euro einsparen. „Beim Industriestrom für fünf Cent sind theoretisch Beträge in Millionenhöhe möglich.“ Frei nach dem Brettspiel gibt Moser nach Pandemiefolgen und Hochwasserschäden die Devise „Mensch ärgere dich nicht, zurück an den Start“ aus. Darüber berichtet Welt Stimme.

Grünes Licht für Aufschwung

„Der Geruch vom Hochwasser ist da und dort geblieben. Ansonsten wurde saniert und aufgeholt. Wir hatten in Stockerau 54 betroffene Firmen. Bis auf einen Fall ist alles abgeschlossen“, gab Moser dem Aufschwung grünes Licht. Er führte weitere optimistische Zahlen an: Im Jahr 2025 verzeichnete die Wirtschaftskammer NÖ 697 Neumitgliedschaften und führte 342 Gründungsberatungen durch.

Starke Wirtschaft in Korneuburg

„Der Arbeitsmarkt ist gut. Es gibt sowohl innovationsbereite Einzelunternehmen als auch Familienbetriebe. Korneuburg zählt zu den wirtschaftsstärksten Bezirken in Niederösterreich. Wir sind auf Platz zehn eingestiegen, jetzt rangieren wir immer auf dem Stockerl und sind momentan Dritter“, erklärte Bezirksstellenobmann und Landtagsabgeordneter Andreas Minnich.

Kampagne „Aufbruch 2026“

Mit „Aufbruch 2026“ startete die WKNÖ eine neue Kampagne, um das Unternehmertum in Niederösterreich zu stärken. Moser nannte einige entscheidende Punkte für den Erfolg: „Volles persönliches Engagement gepaart mit der notwendigen Qualität.“ Ein weiteres Kriterium sei „Innovation, sich immer etwas Neues einfallen zu lassen.“ Sein Rat an Unternehmer: „Auf Mitarbeiter setzen und vertrauen, ihnen Karrieremöglichkeiten bieten.“ Zudem wies er auf den Wandel im Mitarbeiter-Benefit-Bereich hin: „Früher der klassische Obstkorb, heute vielleicht eine entspannende Massage für den Angestellten.“ Nicht zu vergessen: „Betriebe müssen mit den neuen Entwicklungen umgehen. Die künstliche Intelligenz kann viel helfen und Zeit sparen, riesige Datenmengen schnell erfassen. Analysen und Vorhersagen sind möglich.“

Herausfordernde Zeiten

Zum Abschluss betonte Moser die herausfordernden Zeiten: „Das geopolitische Umfeld ist unsicher. Zölle, Börsen, Warenströme oder Kriege schlagen schnell durch. Das ist Gift für die Märkte.“ Sein Gegenrezept: „Handelsabkommen sind auch friedenssichernd.“ Lieber mit Waren „dealen“ statt mit Waffen.

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