Fachkräftemangel im Bezirk Braunau: Dringender Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften
Im Bezirk Braunau herrscht ein akuter Bedarf an Fachkräften aus verschiedenen Bereichen. Laut Stefan Seilinger vom AMS Braunau sind insbesondere technische und handwerkliche Berufe gefragt. Dazu zählen Maurer, Zimmerer, Tischler, Installationstechniker, Spengler, Dachdecker, Mechatroniker sowie Elektrotechniker. Auch im IT-Sektor werden dringend Programmierer und Softwareentwickler gesucht, die Lösungen für komplexe industrielle Prozesse bereitstellen können. Im Gesundheits- und Pflegesektor wird händeringend nach Diplompflegekräften und Pflegefachassistenten gesucht. Seilinger erwartet, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren ein Bedarf an 500 qualifizierten Kräften besteht. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der Wettbewerb um Fachkräfte ist derzeit intensiver geworden. Seilinger erklärt, dass das Angebot an Arbeitnehmern gestiegen ist. Es gibt nicht nur Arbeitslose, die sich um eine neue Anstellung bemühen, sondern auch Beschäftigte, die nach neuen Herausforderungen suchen. Diese Kandidaten gehen oft souveräner und mit weniger Druck in den Bewerbungsprozess. Allerdings wird bis 2029 ein signifikantes Defizit an Arbeitskräften erwartet, was eine große Herausforderung darstellt. Das Nachbesetzen der ausscheidenden Fachkräfte erfordert sowohl quantitative als auch qualitative Ansätze, um den innovativen Standort abzusichern.
Bei der Frage nach zukunftssicheren Ausbildungen empfiehlt Seilinger, auf die Gesundheits- und Pflegeberufe zu setzen, die eine hohe Resilienz gegen Arbeitslosigkeit bieten. Er betont, dass jede Ausbildung zur beruflichen Weiterentwicklung beiträgt und dass sich die Arbeitsplätze ständig verändern. Eine höhere formale Qualifikation geht in der Regel mit einer niedrigeren Arbeitslosenquote einher. Seilinger rät, Berufe im Gesundheits- und Pflegebereich aktiv kennenzulernen und nicht nur auf anekdotische Evidenz zu setzen. Durch praktische Einblicke kann eine ganzheitliche und unvoreingenommene Berufsorientierung gefördert werden.


