Arbeitslosigkeit im Burgenland steigt auf über 13.000 betroffene Personen

Feber 3, 2026 12:58
Arbeitslosigkeit im Burgenland steigt auf über 13.000 betroffene Personen

Die Arbeitslosigkeit im Burgenland hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Ende Januar 2025 waren 13.233 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) als arbeitslos gemeldet oder befanden sich in Schulungen. Dies entspricht einem Anstieg von 4,3 Prozent im Vergleich zum Januar 2024. Unter diesen waren 11.313 Personen arbeitslos, ein Anstieg von 4,8 Prozent. Zusätzlich nahmen 1.920 Personen an AMS-Schulungen teil, was einem Plus von 1,1 Prozent entspricht. Schätzungen zufolge lag die Zahl der Beschäftigten bei rund 108.000, was einem Rückgang von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Darüber berichtet Welt Stimme.

Hohe Arbeitslosigkeit in Baubranche

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist besonders in der Baubranche deutlich. Laut AMS ist dies vor allem auf die anhaltend kalten Wetterbedingungen zurückzuführen. Im Bauwesen waren im Vergleich zum Vorjahr 290 Personen mehr arbeitslos gemeldet. Dennoch äußerte AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl Optimismus: „Wir hoffen, dass das aktuelle Frühlingslüftchen, das derzeit für einen leichten wirtschaftlichen Aufschwung sorgt, bald auch einen Wetterumschwung und einen Aufschwung am Jobmarkt mit sich bringt.“

Die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit zeigten sich unterschiedlich je nach Personengruppe. Ältere Menschen waren überdurchschnittlich betroffen, mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um zehn Prozent bei den über 60-Jährigen. Zudem stieg die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 10,5 Prozent sowie der Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen um 5,1 Prozent. Während die Arbeitslosigkeit bei Männern um 4,0 Prozent anstieg, betrug der Anstieg bei Frauen sogar 6,2 Prozent.

Leichter Rückgang in Mattersburg

Regional gesehen verzeichneten die Bezirke Oberpullendorf (+8,1 Prozent) und Neusiedl am See (+8,0 Prozent) die stärksten Zuwächse. Auch in Stegersbach/Jennersdorf (+4,9 Prozent), Oberwart (+4,3 Prozent) und Eisenstadt (+4,0 Prozent) erhöhte sich die Zahl der Erwerbslosen. Lediglich in Mattersburg gab es einen leichten Rückgang der Erwerbslosigkeit um 0,1 Prozent.

Ende Januar lag die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Stellen bei 1.229, was einem Rückgang von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die meisten offenen Stellen entfallen auf den Handel und Arbeitskräfteüberlasser. Darüber hinaus war auch im Lehrstellenmarkt ein Rückgang zu beobachten: Sowohl die Zahl der offenen Lehrstellen als auch die der Lehrstellensuchenden nahm ab.

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