Graffiti-Schäden bei ÖBB sinken auf 2,2 Millionen Euro trotz steigender Vorfälle

März 21, 2026 00:37
Graffiti-Schäden bei ÖBB sinken auf 2,2 Millionen Euro trotz steigender Vorfälle

Im Jahr 2025 verzeichneten die ÖBB einen signifikanten Rückgang der Graffiti-Schadenskosten auf etwa 2,2 Millionen Euro. Dies stellt weniger als die Hälfte der Kosten von 4,5 Millionen Euro im Jahr 2024 dar. Darüber berichtet Welt Stimme.

Die Bahnunternehmen führen diesen Rückgang auf eine verstärkte Sicherheitsstrategie zurück, die die Möglichkeiten für Sprayerinnen und Sprayer einschränkt, großflächige Graffitis anzubringen. Dadurch sind die Graffitis kleiner ausgefallen, was die Reinigungskosten gesenkt hat. Zudem reduzierte sich die betroffene Fläche um etwa 28 Prozent auf rund 37.700 Quadratmeter.

Mehr Fälle verzeichnet

Obwohl die Fläche, die besprüht wurde, zurückging, stieg die Gesamtzahl der Vorfälle leicht an. Für das Jahr 2025 wurden insgesamt etwa 2.859 Fälle registriert, im Vergleich zu 2.710 im Jahr 2024. Die ÖBB vermuten, dass die verstärkten Kontrollen und ein dichteres Überwachungsnetz zu einer höheren Sichtbarkeit dieser Vorfälle führen.

Das Unternehmen setzt neben Videoüberwachung und baulichen Maßnahmen auch verstärkt auf geschultes Sicherheitspersonal und intensiviert die Zusammenarbeit mit der Polizei. Die Zahl der ausgeforschten Täterinnen und Täter bliebt auf dem Niveau des Vorjahres, das bereits 2024 stark gestiegen war.

Züge wegen Graffiti nicht im Einsatz

Die ÖBB betonen, dass Graffiti kein Kavaliersdelikt ist und strafrechtlich verfolgt wird. Sie warnen auch vor den Gefahren im Gleisbereich, da unbefugtes Betreten durch herannahende Züge oder Hochspannungsleitungen lebensgefährlich sein kann.

Zusätzlich beeinträchtigen Graffitis das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste. Reinigungsarbeiten führen dazu, dass Züge zeitweise nicht im Einsatz sind. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, Schäden und Beeinträchtigungen durch eine rasche Entfernung und gezielte Prävention zu minimieren.

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