Pinzgauer Sagen in das UNESCO-Verzeichnis aufgenommen
Die Pinzgauer Sagen wurden kürzlich in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Diese Entscheidung anerkennt eine jahrhundertealte Erzähltradition aus der Region Pinzgau.
Iris Unterhofer, die sich seit Jahren intensiv mit diesen regionalen Geschichten beschäftigt, spielte eine entscheidende Rolle bei der Einreichung. Bei ihren Recherchen führt sie Gespräche mit Personen aus der Großeltern- und Urgroßeltern-Generation, um die mündliche Überlieferung und die ursprüngliche Erzählweise zu bewahren. Sie dokumentiert diese Gespräche und vertieft ihre Arbeit in Archiven sowie historischen Sagenbüchern.
Unterhofer betont, dass die Sagen nicht nur Bräuche und Denkweisen der Vergangenheit widerspiegeln, sondern auch aktuelle Lebensrealitäten beleuchten. Sie stellt fest, dass alte Erzählungen oft Mechanismen benennen, die auch in der heutigen Zeit relevant sind.
Die Idee zur Anerkennung der Pinzgauer Sagen als immaterielles Kulturerbe entstand vor etwas mehr als einem Jahr. Unterstützung erhielt Unterhofer dabei von akademischen sowie regionalen Institutionen. Nach neun Monaten intensiver Arbeit erhielt sie im April die Nachricht, dass die Sagen offiziell anerkannt wurden. Unterhofer sieht darin eine Chance, wertvolles Wissen der älteren Generationen ins Bewusstsein zu rücken.
Einordnung
Die Eintragung in das UNESCO-Verzeichnis fördert das Bewusstsein für die Erzähltradition der Pinzgauer Sagen. Dadurch wird erwartet, dass die Weitergabe dieser Geschichten gefördert wird und eine breitere Öffentlichkeit für die kulturelle Bedeutung der mündlichen Überlieferung sensibilisiert wird.


