Leicht steigender Donaupegel verbessert Schifffahrtssituation in Wien

August 21, 2026 03:13
Leicht steigender Donaupegel verbessert Schifffahrtssituation in Wien

Leichter Anstieg des Donaupegels nach Hitzewelle

Die starke Hitzewelle ist vorüber, und regionaler Regen hat in dieser Woche den Pegel der Donau steigen lassen, wodurch eine für die Schifffahrt wichtige Marke überschritten wurde. Dennoch bleibt der Wasserstand insgesamt niedrig, was den Betrieb der Schifffahrt einschränkt. Transporteurspezifische Einschätzungen variieren, während die DDSG begonnen hat, Routen schrittweise wieder in Betrieb zu nehmen.

In Wien und Niederösterreich zeichnet sich eine leichte Entspannung für die Natur und die Schifffahrt ab. Während der Hitzewelle und infolge ausbleibender Niederschläge war der Pegelstand der Donau stark gefallen. Die zuständige Schifffahrtsaufsichtsbehörde Viadonau spricht von einer „leichten Entspannung“, weist jedoch auf weiterhin niedrige Wasserstände hin.

Die für die Schifffahrt auf der Donau maßgeblichen Pegelstände variieren je nach Einsatzzweck, Bauart und Beladung der Schiffe. Eine behördliche Sperre existiert nicht; die Transporteur müssen selbst beurteilen, wo die sichere Passage noch gewährleistet ist. Ein kritischer Wert für die Donauschifffahrt ist der „Regulierungsniederwasser“ (RNW), der laut Viadonau als Schwellwert für Niedrigwasser gilt.

Pegelstände über Regulierungsniederwasser

Ein Beispiel aus der Wachau: In Kienstock fiel der Pegel im August mehrfach auf 1,02 Meter, das RNW liegt hier bei 1,61 Meter. Erst am 19. August wurde dieser Wert überschritten. Viadonau prognostiziert für den 25. August Pegelstände zwischen 1,80 und über 2 Meter, abhängig von Niederschlägen an den Zubringerflüssen.

Ähnlich verhalten sich die Pegelstände an der Messstelle Korneuburg, wo der Tiefststand am 17. August bei 1,69 Metern lag, während das RNW bei 1,96 Metern liegt. Auch hier wurde am 19. August das RNW wieder überschritten, derzeit liegt der Pegel über zwei Metern.

In Wildungsmauer, dem Abfluss der Stadt, lag das RNW bei 1,55 Metern. Das Minimum im August erreichte am 17. August nur 76 Zentimeter, das RNW wurde am 20. August wieder überschritten. Viadonau erwartet Pegelstände zwischen 1,60 und 1,80 Metern bis zum 25. August.

DDSG nimmt Betrieb wieder auf

Einer der ersten Transporteure, die von dieser leichten Entspannung profitieren, ist die DDSG. Ab dem 19. August wurde der reguläre Linienbetrieb in die Wachau wieder aufgenommen. Allerdings bleiben einige Orte, wie Emmersdorf und Weißenkirchen, aufgrund zu niedriger Wasserstände vorerst unerreichbar.

Die DDSG Blue Danube informiert, dass die Schiffe für Linien- und Ausflugsverkehr einen geringeren Tiefgang aufweisen als Kreuzfahrt- oder Frachtschiffe. „Sicherheit hat oberste Priorität. Die Situation wird fortlaufend evaluiert“, so das Unternehmen.

Einige Einschränkungen bleiben bestehen, etwa die große Donaurundfahrt, die weiterhin nur auf dem Hauptstrom stattfindet. Trotz Anpassungen bleibt die Qualität des Erlebnisses für die Gäste jedoch erhalten. Für eine mögliche Durchfahrt nach Bratislava ab dem Wochenende ist die weitere Wetterentwicklung abzuwarten; eine Normalisierung der Pegelstände wird erhofft.

Einordnung

Die Pegelstände in der Donau zeigen erste Anzeichen einer Stabilisierung, was für die Schifffahrt von Bedeutung ist. Die DDSG hat ihren Betrieb unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten wieder aufgenommen, was den Reiseverkehr auf der Donau verbessert und eine Rückkehr zur Normalität signalisiert. Das Monitoring der Pegel bleibt jedoch entscheidend, um die Sicherheit der Schifffahrt weiterhin gewährleisten zu können.

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