Dürrehilfen für Bauern: Landwirtschaftskammer-Präsident äußert Zustimmung
Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer, hat die angekündigten Dürrehilfen für Landwirte in Österreich als „höchst notwendig“ bezeichnet. In der Ö1-Sendung „Im Journal zu Gast“ erklärte er, dass diese Unterstützung für die betroffenen Bauernfamilien unverzichtbar sei.
Moosbrugger betonte, dass die Dürrehilfen als „wichtiges Erste-Hilfe-Paket“ dienen, um die Liquidität der Betriebe vorübergehend zu sichern. Er wies jedoch darauf hin, dass die Bauernfamilien den Großteil der Schäden selbst tragen müssen. Eine Versicherungspflicht lehnt er weiterhin ab.
Die FPÖ kritisierte die beschlossenen Maßnahmen scharf. Laut FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz belaste die Entlastung die Landwirte finanziell, da jährlich 50 Millionen Euro von der bäuerlichen Sozialversicherung an den Bund übertragen werden sollen. Er bezeichnete die Hilfen als „Abzocke“ und kritisierte, dass die Dürrefinanzierung letztlich 110 Millionen Euro von den Bauern abziehe.
Niederösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer sprach ebenfalls von einer „dreisten Abzocke“ und bezeichnete das Hilfspaket als unzureichend angesichts der über einer Milliarde Euro an direkten Dürreschäden.
Einordnung
Die Dürrehilfen sind als kurzfristige Finanzhilfe gedacht und sollen die wirtschaftlichen Folgen der Dürre abmildern. Die Kritik an den Konditionen zeigt jedoch die Unzufriedenheit unter den Landwirten und könnte zukünftige politische Auseinandersetzungen über die Unterstützung von Agrarpolitik anstoßen.


