Iran weicht US-Sanktionen zurück
Irans Außenminister Mohammad Javad Zarif hat die Androhung neuer US-Sanktionen als Zeichen der Verzweiflung zurückgewiesen. US-Finanzminister Scott Bessent hatte zuvor dem Iran mit den „härtesten Sanktionen der Geschichte“ gedroht und wird sich am Montagabend um 20:00 Uhr MESZ vor der Presse äußern.
In einem Video, das auf Telegram veröffentlicht wurde, erklärte Zarif: „Alle ihre Aktionen – ob Blockaden oder andere militärische Schritte – sind gescheitert, und auch diese neue Drohung wird scheitern.“ Washington müsse mit Teheran respektvoll kommunizieren, um eine Lösung zu finden.
Die iranische Wirtschaft leidet schwer unter internationalen Sanktionen. Seit fast sechs Monaten laufen US-Angriffe auf die Islamische Republik. Iran hat darauf reagiert, indem er die Schifffahrt in der für den globalen Öltransport wichtigen Straße von Hormuz praktisch zum Erliegen gebracht hat, was zu einem Anstieg der Ölpreise geführt hat.
US-Präsident Donald Trump plante, wirtschaftliche Konsequenzen auch für Länder zu verhängen, die dem Iran Unterstützung gewähren. Bessent drängt China, mit Washington zusammenzuarbeiten, während die Volksrepublik laut Daten des Analysehauses Kpler 2025 mehr als 80 Prozent des exportierten iranischen Öls kauft. Im Rahmen von Deeskalationsbemühungen wird am Montag der pakistanische Armeechef Asim Munir in Teheran erwartet.
Einordnung
Die weniger diplomatische Rhetorik beider Seiten zeigt die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Die verschärfte Situation in der Straße von Hormuz könnte die globalen Energiemärkte weiter destabilisieren und die Preise unverhältnismäßig beeinflussen.


