Neubau am Lorenz-Böhler-Spital: Umbau und Reduzierung der Kapazitäten
Das Lorenz-Böhler-Spital in der Brigittenau hat die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) aufgrund von Brandschutzmängeln zu einem schnellen Umbau gezwungen. Der Standort wird nun auf einen ambulanten Betrieb reduziert; ein neuer Bettentrakt befindet sich im Bau.
Ärztlicher Leiter Thomas Beer berichtete, dass die Tagesklinik derzeit eine Routine erreicht hat. Die bisherigen stationären Leistungen wurden größtenteils in das Unfallkrankenhaus Meidling verlagert, wo alle notwendigen stationären Behandlungen erfolgen. „Alles, was tagesklinisch machbar ist, bleibt im Hause“, so Beer.
Die Umstellung führte zur neu geschaffenen Tagesklinik, in der seit der Teilabsiedlung etwa 2.000 Eingriffe durchgeführt wurden, darunter 680 arthroskopische Operationen. Beer sieht die Entwicklung positiv und hebt hervor, dass der Neubau in Modulbauweise hochmodern ist, jedoch 50 % weniger Betten als zuvor bereitstellen wird.
Die Umstrukturierung ist eine langfristige Maßnahme. Zukünftig wird der Fokus auf planbaren Behandlungen in der Brigittenau liegen, während die akutmedizinische Versorgung weiterhin in Meidling stattfindet. Eine Abteilung für Schwerstverletzte wird nicht mehr in der Brigittenau vorhanden sein, jedoch ist eine adäquate Behandlung gewährleistet.
Einordnung
Die Veränderungen am Lorenz-Böhler-Spital zielen darauf ab, die Qualität der medizinischen Versorgung durch spezialisierte Einrichtungen zu steigern. Die Reduzierung der Bettenzahl erfolgt jedoch im Kontext einer strukturierten Planung, die auf eine verbesserte Organisation der Patientenversorgung abzielt.


