Saudi-Arabien schaltet Pipeline nach Drohnenangriff ab
Saudi-Arabien hat die Ost-West-Pipeline, die Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer transportiert, vorsorglich abgeschaltet. Diese Entscheidung folgte auf Angriffe auf die Leitung in Riad und Medina, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA mitteilte.
Aufgrund eines Drohnenangriffs, der aus dem Irak gestartet sein soll, wurden mehrere Verletzte gemeldet. Das Außenministerium erklärte, dass es auch Sachschäden gegeben habe und verurteilte den Angriff aufs Schärfste. Weniger als eine Woche zuvor war die Pipeline bereits Ziel eines Angriffs durch iranisch unterstützte Milizen gewesen.
Der US-Sender CNN berichtete, dass die Pipeline durch Drohnen angegriffen wurde und das US-Kommando Centcom auf Anfrage keine Stellungnahme abgab. Die Pipeline ist seit Beginn des Iran-Kriegs entscheidend, da Saudi-Arabien nun Öl umleitet, das ursprünglich für Öltanker im Persischen Golf bestimmt war, nachdem die Straße von Hormuz aufgrund von militärischen Spannungen faktisch blockiert wurde.
Es wird angenommen, dass Pumpstationen in der Nähe der Pipeline betroffen sind. Laut ersten Analysen konnten Satellitenbilder Brände zeigen, doch der genaue Zustand der Pipeline bleibt unklar. Saudi-Arabien hat eine Fördermenge von rund zehn Millionen Barrel pro Tag und ist nach den USA der zweitgrößte Ölproduzent weltweit.
Einordnung
Die Schaltung der Pipeline könnte erhebliche Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt haben, da Saudi-Arabien gezwungen sein könnte, die Ölexporte zu reduzieren. Dies könnte zu einem Anstieg der Ölpreise führen und den Druck auf die internationale Gemeinschaft verstärken, auf die Entwicklungen im Iran und deren Auswirkungen auf die Region zu reagieren.


