Spanierin Maricarmen nach Zwangsräumung gestorben

Oktober 8, 2026 02:52
Large crowd marching in a Spanish street protest with a banner reading 'Hacia la huelga general'.

Die von einer Zwangsräumung betroffene Spanierin Maricarmen ist gestorben. Ihr Fall hatte landesweit Proteste gegen Wohnungsnot und steigende Mieten ausgelöst.

Die Massendemonstrationen hatten sich an der Räumung ihrer Wohnung in Madrid am 23. September entzündet. Maricarmen wurde dabei laut Bericht auf einer Trage aus ihrer Wohnung geholt.

Nach Angaben des Mieterverbands hatte ein Investor den Mietpreis zuvor um 275 Prozent auf 2.650 Euro erhöht. Maricarmen hatte seit mehr als 70 Jahren in dieser Wohnung gelebt.

Später wurde eine Einigung über ihre Rückkehr erzielt, doch Maricarmen überlebte das nur wenige Tage. Der Fall löste landesweit Empörung und Wut aus; bei Demonstrationen war der Slogan „Wir sind alle Maricarmen“ zu lesen.

Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach auf X sein Beileid aus. Er schrieb: „Eine Umarmung auch an all jene von uns, die diesen Verlust heute als ihren eigenen empfinden.“

Der Minister für Territorialpolitik, Ángel Víctor Torres, sagte, Maricarmen sei zu einem Symbol für viele Familien, Ältere und junge Menschen geworden, die darum kämpfen, ein Eigenheim zu erwerben oder in ihren Wohnungen bleiben zu können. Die Mietergewerkschaft erklärte: „Nun, nach ihrem Tod, bleibt uns das Beispiel ihres Kampfes und das Vermächtnis, das Maricarmen hinterlassen hat.“

Der Fall steht im Kontext der spanischen Wohnungs- und Mietkrise. Laut Text scheiterten Maßnahmen der Regierung Sánchez gegen das Problem im Parlament am Widerstand von PP, Vox und Junts.

UGT und CCOO wollen vor den vorgezogenen Parlamentswahlen am 11. November mit Kundgebungen auf die Lage aufmerksam machen und für bessere Löhne, menschenwürdigen Wohnraum und Preiskontrollen demonstrieren.

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