Der Österreichische Alpenverein erwartet für den Hüttensommer 2026 auf seinen Alpenvereinshütten österreichweit ein Nächtigungsplus. Gleichzeitig machen Trockenheit und Wasserknappheit vor allem hoch gelegenen Hütten zu schaffen.
Der Verein rechnet derzeit mit rund fünf Prozent mehr Nächtigungen als im Vorjahr. Endgültige Zahlen liegen aber noch nicht für alle Hütten vor. 2025 waren österreichweit rund 384.000 Nächtigungen auf den Hütten des Vereins gezählt worden.
Auf der Badener Hütte in der Venedigergruppe spricht Hüttenwirt Florian Schmetzer von einer guten Saison. Er sagte, er habe durch einen sehr sonnigen Sommer einen Nächtigungsrekord erreichen können.
Gleichzeitig musste auf der Hütte der Wasserverbrauch eingeschränkt werden. Mit begrenzten Duschmöglichkeiten und der Mithilfe der Gäste konnte der Betrieb dennoch aufrechterhalten werden.
Der Alpenverein verweist darauf, dass besonders auf hoch gelegenen Hütten und in Karstgebieten die Wasserversorgung bei längeren trockenen Phasen knapp werden kann. Schmetzer sagte dazu: „Trotz starker Trockenheit und wenig Wasser haben wir es geschafft, die Saison erfolgreich zu Ende zu führen.“
Bereits im Juni waren noch Stornoquoten von 30 bis 40 Prozent gemeldet worden. Im Laufe des Sommers entspannte sich die Lage, dennoch bleiben reservierte Schlafplätze laut Alpenverein teilweise frei, weil Gäste mehrere Hütten buchen, sich erst kurzfristig nach der Wetterlage entscheiden oder ohne Absage nicht erscheinen.
Der Verein meldete im Sommer 2026 bei insgesamt 223 Hütten sechs Verdachtsmeldungen zu Bettwanzen. Zusammen mit den Alpenvereinen in Deutschland und Südtirol setzte er auf Information und Bewusstsein, um eine Weiterverbreitung zwischen Unterkünften zu vermeiden.


