Zu den Herbstferien rechnet die Österreich Werbung heuer mit rund 15 Prozent mehr Übernachtungen in Hotels und Ferienwohnungen als im Vorjahr. Besonders stark nachgefragt sind Tirol und Wien, auf die zusammen knapp die Hälfte der prognostizierten Nächtigungen entfällt.
Die bundesweiten Herbstferien dauern von Dienstag, 27. Oktober, bis Samstag, 31. Oktober 2026. Durch den Nationalfeiertag am 26. Oktober sowie Allerheiligen am 1. November und Allerseelen am 2. November ergibt sich ein Zeitraum von bis zu acht Tagen für Reise- und Freizeitaufenthalte.
ÖW-Sprecher Thomas Kreidl beschrieb die Stimmung in den Bundesländern als „überwiegend positiv“. Viele Rückmeldungen lägen auf oder leicht über dem Vorjahresniveau, sagte er. Gleichzeitig rechneten die Bundesländer noch mit kurzfristigen Buchungen, „vor allem bei passendem Wetter“.
Die Prognose der Österreich Werbung stützt sich auf ein Modell, das gemeinsam mit Joanneum Research, der Alpe-Adria-Universität Klagenfurt und der TU Wien entwickelt wurde. Berücksichtigt werden dabei unter anderem Daten von Statistik Austria, Kalenderinformationen, wichtige Herkunftsmärkte und regionale Veranstaltungen.
Auch aus Sicht der Hotellerie bleibt die Lage verhalten günstig. Laut Christian Ackerler vom Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer liegen die Buchungen in Ferien- und Wellnesshotels oft auf dem Niveau des Vorjahres, einzelne Betriebe melden aber Zuwächse.
„Besonders gefragt ist das verlängerte Wochenende rund um den Nationalfeiertag, der heuer auf einen Montag statt wie im Vorjahr auf einen Sonntag fällt“, sagte Ackerler. In gut gebuchten Häusern sei es rund um den Nationalfeiertag teilweise schon eng, freie Kapazitäten gebe es aber weiterhin für spontane Buchungen sowie unter der Woche und in der zweiten Ferienhälfte.
Bei den Destinationen nennt die Branche neben Wien, Salzburg, Innsbruck und Graz vor allem Ötztal, Salzkammergut, Thermen- und Vulkanland, Stubaital, Gasteinertal und Schladming-Dachstein. Zugleich beobachten ÖW und Wirtschaftskammer, dass Gäste kurzfristiger buchen und kürzer bleiben; die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag im Vorjahr bei 3,3 Tagen.
Beim Ausgabeverhalten zeigen sich die Bundesländer nach Angaben der Österreich Werbung zurückhaltender. Gäste vergleichen Angebote stärker und sparen eher bei Nebenausgaben als beim Urlaub selbst. Die Wirtschaftskammer verweist darauf, dass geringere Zusatzumsätze etwa in Gastronomie, bei Wellnessleistungen oder Zimmer-Upgrades nicht automatisch eine entsprechend gute Ertragslage bedeuten.


