Zwei ungarische Bergsteiger am Großglockner in Tirol gerettet

Oktober 13, 2026 03:17
Snow-covered summit and steep rocky face of the Großglockner under a clear blue sky.

Am Großglockner in Tirol mussten am 11. Oktober 2026 zwei junge Ungarn aus einer Bergnot gerettet werden. Erst nach einer nächtlichen Aktion am 12. Oktober brachte sie ein Hubschrauber wieder ins Tal.

Bei den beiden handelte es sich um einen 19-Jährigen und einen 20-Jährigen. Sie starteten ihre Tour auf dem Normalweg von der Stüdlhütte zum Großglockner in Kals am Großglockner, wie die Polizei mitteilte.

Der Aufstieg verlief laut Polizei sehr zögerlich, weshalb die beiden den Gipfel erst gegen 16:00 Uhr erreichten. Nachdem sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert hatte, wollten sie möglichst rasch wieder absteigen.

Auf Nachfrage bei anderen Alpinisten wurde ihnen der Stüdlgrat als schnellste Abstiegsroute empfohlen. Wegen einsetzender Dämmerung, starkem Wind und Kälte gerieten sie beim Abseilen jedoch in Schwierigkeiten und setzten gegen 19:20 Uhr einen Notruf ab.

Eine Hubschrauberbergung am Notfallort war nicht mehr möglich. Sechs Bergretter der Ortsstelle Kals am Großglockner wurden daher mit einem nachtflugtauglichen Rettungshubschrauber bis zur Nebelgrenze auf rund 2.800 Meter geflogen.

Von dort stiegen die Einsatzkräfte zu den verstiegenen Alpinisten auf und erreichten sie gegen 00:50 Uhr. Nach einer kurzen Versorgung begann gemeinsam der Abstieg zur Adlersruhe, wo die Gruppe gegen 03:00 Uhr ankam.

Dort warteten die Bergretter und die beiden Ungarn bis zum Beginn der Morgendämmerung, ehe der Abstieg in Richtung Ködnitzkees fortgesetzt wurde. Um 07:30 Uhr konnte die gesamte Bergmannschaft gemeinsam mit den beiden Alpinisten vom Polizeihubschrauber aufgenommen und ins Tal geflogen werden.

Nach Angaben der Einsatzkräfte waren die beiden unterkühlt, ansonsten aber unverletzt.

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