Margareta Liebfahrt verwendet in Krensdorf mit ihrer Marke Wollkraft Schafwolle statt Kunststoff. Mit der Produktlinie „Wollgeschützt“ soll der natürliche Rohstoff junge Forstpflanzen vor Wildschäden schützen.
Die Systeme sollen junge Bäume vor Wildverbiss, Fegen und Schälschäden bewahren. Nach Angaben des Artikels waren dafür rund fünf Jahre Forschung und Entwicklung, zahlreiche Versuchsflächen und laufende Praxistests nötig.
Die Schutzsysteme werden mit einer Haltbarkeit von zwei bis drei Jahren beschrieben und sollen damit mehrere Vegetationsperioden abdecken. Weil sie aus natürlichen, erneuerbaren Rohstoffen bestehen, fällt nach Angaben des Artikels keine spätere Entsorgung wie bei herkömmlichen Kunststofflösungen an.
Der Beitrag ordnet Schafwolle als mögliche Alternative ein, mit der sich der Kunststoffeinsatz im Forstschutz verringern lässt, ohne den Schutz junger Pflanzen aufzugeben. Zugleich soll der regionale Rohstoff wieder stärker in den Blick rücken.
Als Hintergrund verweist der Artikel darauf, dass Liebfahrts Bezug zu natürlichen Ressourcen aus der Kindheit stammt. Ihre Eltern betrieben naturnahes Waldmanagement; nach dem Studium an der Universität für Bodenkultur habe sie sich zunehmend mit der Entwicklung und Erforschung praxistauglicher Naturprodukte befasst.
Der Artikel nennt außerdem weitere mögliche Anwendungen, die noch untersucht werden, darunter Einsatzfelder in Landwirtschaft und Forstwirtschaft, etwa im Weinbau, Obst- und Gemüsebau, bei Bodenverbesserung und Wasserrückhalt, zur Unterstützung der Pflanzenentwicklung, als Wildlenkung an Straßenquerungen sowie zur Vergrämung von Wildschweinen im Ackerbau.


